Auf den Bündner Strassen sind im 2018 bei insgesamt 2’213 Verkehrsunfällen 13 Personen gestorben, rund ein Drittel weniger als im Vorjahr. 592 Personen wurden bei einem Verkehrsunfall verletzt, was im Vergleich zum Vorjahr einer Abnahme von fast 10 Prozent entspricht. Dies gibt die aktuelle Unfallstatistik des Bundesamtes für Strassen (ASTRA) wieder.

Im 2018 ereigneten sich im Kanton Graubünden insgesamt 2’213 polizeilich registrierte Verkehrsunfälle. Dies entspricht in etwa den Durchschnittswerten der Jahre 2013 – 2017. Das darf, unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Fahrzeugbestand im Kanton Graubünden auch im vergangenen Jahr um rund 1’800 Motorfahrzeuge angewachsen ist, als positiv gewertet werden.

Weniger Unfälle mit Personenschaden, mehr Unfälle mit Sachschaden

Bei den Unfällen mit Personenschaden ist ein Rückgang um 12.5 % zu verzeichnen, wohingegen die Unfälle mit Sachschaden um 3.3 % zugenommen haben. Positiv zu werten ist der Rückgang um 31% von 19 auf 13 Personen, die bei Verkehrsunfällen tödlich verletzt wurden. Weniger erfreulich ist hingegen der Umstand, dass im Vergleich zu den letzten fünf Jahren mehr Personen schwer verletzt (+16.4 %) wurden. Bei den Verkehrsunfällen, welche von Fahrzeuglenkenden unter Alkoholeinfluss verursacht wurden, kann in den letzten Jahren ein leichter aber kontinuierlicher Rückgang verzeichnet werden. Nachdem im letzten Berichtsjahr eine Abnahme der Unfälle auf Autostrassen zu verzeichnen war, nahmen diese im 2018 um 13 % zu. Dasselbe gilt für Unfälle auf Autobahnen. Dort muss ein Anstieg von 8.7 % ausgewiesen werden.

Weniger tödliche Motorradunfälle

Die Anzahl der Motorradunfälle ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Erfreulich ist insbesondere, dass sowohl bei den tödlich Verunfallten (-3) als auch bei den Verletzten (-6) ein Rückgang verzeichnet werden kann. Eine starke Zunahme zeigt sich hingegen bei Unfällen mit E-Bikes (11 auf 29) sowie bei den dabei verletzten Personen (10 auf 24). Ein gegenteiliger Trend ist bei den Unfällen mit Fahrrädern und den dabei verletzten Personen feststellbar. So sind die Unfälle von 70 auf 58 zurückgegangen und die verletzten Personen von 61 auf 48. Abgenommen haben auch die Fussgängerunfälle (-10) sowie die Zahl der dabei verletzten Personen (-10).

Überhöhte Geschwindigkeit und Ablenkung als Risiken

260 Verkehrsunfälle sind auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen. Der Rückgang um rund 7 % kann ein Indiz dafür sein, dass sich die verstärkte Kontrolltätigkeit in diesem Bereich bewährt hat. Dass Ablenkung im Strassenverkehr weiterhin ein Problem ist und ein grosses Risiko darstellt, weist die Tatsache aus, dass insgesamt 135 aller Verkehrsunfälle auf Unaufmerksamkeit und Ablenkung zurückzuführen sind.

Die detaillierte Verkehrsunfallstatistik des Kantons Graubünden kann im Internet unter www.kapo.gr.ch/service/statistikeingesehen werden.

 

(Bild: GRHeute)

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