Der Anatolische Hirtenhund schützt die Herden vor den Wölfen. Er soll deshalb als Herdenschutzhunderasse im Nationalen Programm zum Herdenschutz des Bundes anerkannt werden.

Der Bund ist dabei, eine neue Vollzugshilfe zum Herden- und Bienenschutz zu erlassen. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) bezeichnet darin die im Nationalen Programm zum Herdenschutz anerkannten Herdenschutzhunderassen. Das BAFU hat aus Sicht der Regierung unverständlicherweise darauf verzichtet, den Anatolischen Hirtenhund aufzunehmen beziehungsweise anzuerkennen.

Seit Beginn von Herdenschutzmassnahmen vor zehn Jahren arbeiten mehrere sehr erfahrene Betriebe eng mit dem Kanton Graubünden zusammen. Sie alle halten heute erfolgreich Anatolische Hirtenhunde, welche in Graubünden seit 2015 eingesetzt werden. Die Betriebe sind massgebend am Erfolg des in Graubünden aufgebauten Herdenschutzes beteiligt und leisten zusammen mit dem Kanton wertvolle Kommunikation und Ausbildung rund um Herdenschutzhunde. Der Herdenschutz hat sich auch aufgrund des Erfolgs der professionellen Betriebe und der engen Zusammenarbeit zwischen Betrieben, Behörden und Bevölkerung etabliert.

Inzwischen halten mindestens ein Fünftel der Betriebe mit Herdenschutzhunden Anatolische Hirtenhunde oder wollen diesen Hundetyp einsetzen. Ohne die Anerkennung dieser Hunderasse im Nationalen Programm entstünden somit in Zukunft weitreichende und gravierende negative Konsequenzen. Alle im Kanton Graubünden engagierten Betriebe würden trotz überzeugender Resultate nicht mehr mit ihren Hunden weiterarbeiten können und von der offiziellen Bundesanerkennung ausgeschlossen werden.

(Bild: zVg)

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