Es kam druckfrisch in die Haushalte geflattert: Per Ende Juni fusioniert deep mit der Muttergesellschaft iWay. Marc Heuberger verlässt per Ende September das Unternehmen.

Der Brief des Internet-Dienstleisters deep flatterte dieser Tage in die Haushalte ihrer Kunden: «Um für unsere Kunden und Lieferanten eine noch effizientere Unternehmensstruktur zu schaffen, haben wir beschlossen, die deep AG mit der Muttergesellschaft iWay AG zu fusionieren», heisst es im Schreiben. Dabei geht es vor allem darum, geschäftliche Prozesse zu vereinfachen um den administrativen Aufwand für die Führung zweier unabhängiger Firmen zu reduzieren. Die Fusion tritt rückwirkend per 1. Januar in Kraft. deep behält aber ihren Namen und wird eine Zweigniederlassung der iWay.

Der starke Mann dahinter: Guido Honegger, Verwaltungsrat bei deep und iWay. «Eine Fusion macht Sinn», sagte Guido Honegger. Es brauche zum Beispiel nicht zwei Buchhaltungsabteilungen. «So können wir Synergien nutzen und unsere Kräfte beispielsweise wieder mehr in den Verkauf stecken. Mit der Swisscom als einzigen Konkurrenten, der gerade schwächelt, sehe ich da grosses Potential», sagte Guido Honegger. Bisherige Kundenrückmeldungen seien positiv: «Man nimmt diese Fusion als Stärke zur Kennntis.» Auch deshalb, weil der Brand deep und damit eine Stück Bündner Kultur nicht zur Diskussion stehe.

Marc Heuberger verlässt das Unternehmen 

Per 30. September wird der jetzige Unternehmensleiter Marc Heuberger nach elfeinhalb Jahren die deep AG verlassen. «Dieser Entscheid steht schon länger fest», sagte Marc Heuberger. Er habe schon länger bemerkt, dass er seine Hausaufgaben gemacht hätte und er den Taktstock weiterreichen müsse. «Ich habe einige Angebote bekommen und alle abgelehnt», sagte er. Bis er selbst auf das Inserat des Kantons stiess, sich bewarb und den Job schliesslich bekam.

So wird er per 1. November Leiter der Fachstelle E-Goverment bei der Standeskanzlei Kanton Graubünden. «Ich habe einen riesigen Respekt vor dieser Aufgabe, aber freue mich riesig, diese Stelle übernehmen zu dürfen», sagte Marc Heuberger. Dass die Fusion jetzt quasi mit seinem Abgang zusammenfalle, sei reiner Zufall. Auch er ist überzeugt: Dieser Schritt wird die deep AG stärken. Über seine Nachfolge wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

(Bild: GRHeute)