ESPROS Photonics Corporation überreichte am 7. Juni 2017 in ihrem Hauptsitz in Sargans den ersten «ESPROS Photonics Award» an zwei Studentinnen der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur. Ihre Idee für eine App, die vor allergenen Stoffen in Lebensmitteln warnt, überzeugte den Schweizer Chiphersteller.

Die beiden Photonics-Studentinnen Nuria Sanchez (Nussbaumen AG) und Martina Kühne (Oberägeri ZG) konnten sich mit ihrer Idee für eine Anwendung des ESPROS Miniatur-Spektrometers SPM64 gegen weitere fünf Gruppen von Studierenden der HTW Chur durchsetzen. Die beiden Studentinnen haben die Eigenschaft des Spektrometers, verschiedene Stoffe und Materialien zu unterscheiden, für den Prototypen ihrer App genutzt. Diese App soll es Allergikerinnen und Allergikern ermöglichen, ein bestimmtes Lebensmittel einzuscannen und auf darin enthaltene allergene Inhaltsstoffe wie beispielsweise Milch oder Erdnüsse hingewiesen zu werden. Kühne, deren Vater in der Gastronomie arbeitet, sieht in der App nicht nur grosses Potenzial für Privatanwenderinnen und -anwender. «Restaurants könnten ihren Gästen mit der Angabe von allergenen Stoffen eine grössere Transparenz in Bezug auf ihre Lebensmittel bieten», sagt die ehemalige Augenoptikerin.

Die beiden Photonics-Studentinnen sind überzeugt, dass die App gute Chancen hat umgesetzt zu werden. Der Sieg im «ESPROS Photonics Award» kommt für die einzigen weiblichen Teilnehmenden im Wettbewerb dennoch etwas überraschend. «Im Gegensatz zu den meisten unserer Mitstudenten sind wir Quereinsteigerinnen ohne Vorwissen in Photonics», sagt die ehemalige Geomatikerin Nuria Sanchez. Vielleicht sei das aber auch ein Vorteil gewesen, da sie die Aufgabenstellung dadurch unvoreingenommen angehen konnten, meinen die beiden Studentinnen.

Förderung gesuchter Fachkräfte
Für Beat De Coi, CEO von ESPROS Photonics Corporation, war die Lancierung des «ESPROS Photonics Award» ein Erfolg: «Mit dem Wettbewerb ist es uns meiner Meinung nach gelungen, den jungen Talenten einen Einblick in die Praxis zu ermöglichen und sie nachhaltig für die faszinierenden Berufe der Photonik zu begeistern». Um weiterhin einen Beitrag zur Förderung der sehr gesuchten, talentierten Ingenieurinnen und Ingenieure zu leisten, will ESPROS künftig jährlich die beste Absolventin oder den besten Absolventen des schweizweit einzigen Bachelorstudiengangs Photonics der HTW Chur mit dem «ESPROS Photonics Award» auszeichnen. Prof. Jürg Kessler, Rektor der Bündner Fachhochschule, zeigte sich hocherfreut über die Partnerschaft mit dem Sarganser Chiphersteller: «Für uns als Fachhochschule ist die Zusammenarbeit mit der Praxis ein wichtiges Profilmerkmal. Wir stellen die forschungsbasierte Lehre sicher und durch die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und den Einsatz erfolgreicher Praktikerinnen und Praktiker als Lehrbeauftragte integrieren wir die Praxisorientierung.»

ESPROS Photonics Corporation

Die ESPROS Photonics Corporation (epc) am Fusse des Gonzen in Sargans ist die weltweit erste und einzige Chipfabrik im Innern eines Berges und wurde Ende 2006 von Beat De Coi gegründet. Das Unternehmen entwickelt eigene Technologien für die Produktion und Industrialisierung photonischer Halbleiter. Die Produkte von ESPROS werden für industrielle Anwendungen, beispielsweise in autonomen Fahrzeugen, Drohnen oder der Robotik eingesetzt. Die Chipfabrik beschäftigt über 50 Mitarbeitende am Hauptsitz in Sargans und weitere 10 Chip Design Spezialisten in der Tochterfirma ESPROS (Shanghai) Photonics Co, Ltd. In China.

 

(Bild: zVg.)