Der EHC Chur hat in der 1. Liga-Meisterschaft drei Tage nach der schmählichen und absolut unnötigen Heimniederlage gegen den EHC Seewen eine starke Reaktion gezeigt. Die Churer setzten sich am Samstag vor 1000 Zuschauern im Sport- und Kongresszentrum gegen den EHC Arosa verdient mit 5:3-Toren durch und zeigten dabei eine überzeugende Leistung.

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Man traute schon Sekunden nach dem ersten Puckeinwurf seinen Augen nicht. War das wirklich die gleiche Mannschaft, die sich am Mittwoch gegen einen soliden, aber in jeder Hinsicht äusserst bescheidenen Gegner bis auf Knochen blamiert hatte? Die Churer schlugen nämlich sogleich ein hohes Tempo an, übernahmen resolut das Spieldiktat und zwangen die Einheimischen wiederholt zu katastrophalen Fehlern, die sie dann auch zu Torerfolgen ausnützten. Als Realisator und „Man of the Match“ entpuppte sich dabei der vierfache Torschütze Yannick Bucher, der durch Treffer in der 4. und 17. Minute für die 2:0-Führung der Gäste besorgt war. Es hätte nach 20 Minuten aber auch 4:0 oder gar 5:0 für die Hauptstädter heissen können, so eklatant war deren Überlegenheit.

Klare Churer Dominanz

Im ähnlichen Stil ging es im zweiten Drittel weiter. Das Spielgeschehen glich sich etwas aus, aber die Churer blieben weiterhin am Drücker. Sie erzielten in der 26. Minute durch den omnipräsenten Yannick Bucher das dem Spielverlauf entsprechende 3:0, bevor Fadri Holinger kurz vor Spielmitte Churs Torhüter Tobias Werner erstmals bezwingen konnte. Nun flackerte beim EHC Arosa kurz die Hoffnung auf eine allfällige Wende auf, die aber durch zwei weitere innerhalb von nur 16 Sekunden erzielte Tore der Gäste noch vor der zweiten Pause wieder im Keim erstickt wurden. Einmal mehr Yannick Bucher und Curdin Lampert zeichneten sich als Torschützen zum vorentscheidenden 5:1 aus.

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In den letzten 20 Minuten sah man dann das deutliche Bestreben der Churer, ihren Vorsprung zu verwalten, was ihnen auch fast mühelos gelang. Die Platzherren konnten zwar durch zwei Treffer von Gianmarco Guidon in der 43. Minute und Christopher Williamson in der 58. Minute noch etwas Resultatkosmetik betreiben. Der Sieg des EHC Chur geriet aber nie mehr ernsthaft in Gefahr.

Dank diesem Erfolg haben die Churer ihre Ausgangsposition wieder entscheidend verbessert. Es war eindrücklich mitzuerleben, zu was für Leistungen diese Truppe fähig ist, wenn die Einstellung stimmt. Am nächsten Mittwoch steht um 20 Uhr im Hallenstadion Obere Au das Heimspiel gegen den punktgleichen Tabellennachbarn EHC Wetzikon auf dem Programm.

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Die Aroser, die vor allem in der Startphase nervös wirkten und dadurch sehr fehlerhaft agierten, konnten ihr zweifellos vorhandenes Potenzial zwischendurch zwar andeuten, mussten insgesamt aber die klare Überlegenheit der Gäste anerkennen. Sie treffen am nächsten Mittwoch auswärts auf den EC Wil, gegen den drei Punkte eigentlich Pflicht sind. Das Heimspiel hat der EHC Arosa allerdings nur knapp mt 4:3-Toren für sich entscheiden können.

 

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