Etwas mehr als zwei Tage nach dem umjubelten Triumph beim Spengler Cup ist der HC Davos im Liga-Alltag unsanft gelandet. Beim EHC Kloten unterlagen die Bündner am Freitagabend mit 1:4 und mussten damit eine deutliche Niederlage hinnehmen. Trotz grossem Einsatz und kämpferischer Leistung reichten die Kräfte im sechsten Spiel innerhalb von sieben Tagen nicht aus, um dem Heimteam Paroli zu bieten.
Headcoach Josh Holden rotierte nach dem intensiven Turnierprogramm und liess Matej Stransky, Michael Fora und Enzo Corvi pausieren. Rico Gredig rückte in die erste Linie, in der Defensive kehrte Tim Minder zurück, während Sandro Aeschlimann zwischen den Pfosten stand.
Der HCD startete konzentriert in die Partie und zeigte in den ersten 20 Minuten, dass von Müdigkeit zunächst wenig zu sehen war. Chancen auf beiden Seiten prägten ein ausgeglichenes Startdrittel, in dem Aeschlimann mit mehreren starken Paraden dafür sorgte, dass es torlos in die erste Pause ging.

Der Beginn des Mitteldrittels brachte jedoch die Wende. In Überzahl nutzte Kloten einen hohen Stock von Klas Dahlbeck eiskalt aus: Max Lindroth traf mit einem verdeckten Handgelenkschuss via Pfosten zum 1:0. Davos versuchte zu reagieren, musste aber erneut viel Energie im Unterzahlspiel lassen.
Die Special Teams sollten an diesem Abend den Unterschied machen. In der 35. Minute erhöhten die Flughafenstädter im Powerplay nach einer sehenswerten Kombination durch Keanu Derungs auf 2:0. Kurz vor der zweiten Pause meldete sich der Leader zurück: Fünf Sekunden vor der Sirene lenkte Brendan Lemieux eine Hereingabe von Adam Tambellini zum wichtigen 2:1-Anschlusstreffer ins Netz.

Die Hoffnung auf eine Wende währte im Schlussabschnitt nur kurz. Tyler Morley zog früh davon und stellte mit einem präzisen Abschluss auf 3:1. Als Brandon Gignac fünf Minuten später das 4:1 erzielte, war die Partie entschieden. Trotz weiterer Powerplay-Möglichkeiten gelang es dem HCD nicht mehr, Kloten-Goalie Davide Fadani zu überwinden. Die Davoser kämpften bis zur letzten Minute, mussten sich am Ende aber geschlagen geben.
Trotz der Niederlage bleibt der HCD klarer Tabellenführer. Bereits am Samstag bietet sich im Heimspiel gegen den HC Ambrì-Piotta die Chance zur Reaktion – vor ausverkauftem Haus und mit dem Ziel, das neue Jahr 2026 mit einem Heimsieg zu beginnen.
(Bilder: Sergio Brunetti/stockpix.it – Titelbild: Adam Tambellini leitete den einzigen Davoser Treffer des Abends ein)



