Die Jugendsession forderte einen Verzicht auf Einweg-Plastiksäcke. Ein Verbot will die Regierung nicht, es werden andere Massnahmen umgesetzt.

Ein Jahr nachdem die Regierung auf die Forderung der «Jugendsession GR.19» antwortete und eine Prüfung von konkreten Massnahmen zur Eindämmung des Gebrauchs von Einwegplastik und gegen Littering in Aussicht stellte, liegen die Ergebnisse vor. Regulatorische Massnahmen zur Eindämmung von Einwegplastik und Littering wie beispielsweise eine Ordnungsbusse für Littering oder ein Verbot von Einweg-Plastiksäcken werden von der Regierung als wirkungslos oder rechtlich nicht durchsetzbar bezeichnet.

Auch wenn die Umsetzung der Hauptforderung – der Verzicht auf Einweg-Plastiksäcke – in weite Ferne rückt, ist die Jugendsession Graubünden dennoch erfreut, dass sich die Regierung mit dem Anliegen vertieft auseinandergesetzt und konkrete Massnahmen beschlossen hat, heisst es in einer Mitteilung.

Regierung plant trotzdem Massnahmen

Dass sogar nicht direkt gefor- derte Massnahmen wie z. B. die stärkere Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler oder die Schaf- fung von Separatsammlungen in Recyclinghöfen zum Austausch von noch brauchbaren Gegenständen umgesetzt werden sollen, hat die Jugendsession Graubünden positiv überrascht. «Die Regierung hat sich sichtlich bemüht, Massnahmen umzusetzen, die dem Kern der Forderung entsprechen und das freut uns sehr», sagt Nicola Stocker, Präsident der Jugendsession Graubünden.

Forderung noch nicht vom Tisch

Für die Regierung ist die Forderung mit der Einleitung der Massnahmenumsetzung erfüllt und erledigt. Aus Sicht der Jugendsession Graubünden ist die Forderung aber noch nicht ganz vom Tisch, denn die Problematik der Einweg-Plastiksäcke und des Litterings bleibt ungelöst. Sie wird die Umsetzung der Massnahmen weiterverfolgen und sich bei Bedarf weiter dazu äussern.

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