Heute Montag ist es wieder soweit. In verschiedenen Gemeinden Graubündens beginnt ein neues Schuljahr und Tausende Kinder meistern ihren Schul- oder Kindergartenweg zum ersten Mal. Die Kantonspolizei Graubünden wird ihre Präsenz in der Nähe von Schulhäusern und Kindergärten deshalb verstärken und bittet die Verkehrsteilnehmer um Vorsicht.

Eine Kampagne der Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU macht auf einfache Art und Weise auf den Schulbeginn aufmerksam. Die Kantonspolizei Graubünden unterstützt die Kampagne «Achtung Kinder überraschen!» und bittet alle Verkehrsteilnehmenden, besonders vorsichtig zu sein.

Fünf Gründe:

  • Kinder sind verspielt und lassen sich schnell ablenken.
  • Sie können Distanzen und Geschwindigkeiten noch nicht richtig einschätzen.
  • Kinder sind noch klein und haben ein eingeschränktes Sichtfeld.
  • Sie können Gefahren noch nicht richtig einschätzen.
  • Sie können Geräusche noch schwer lokalisieren und einordnen.

Deshalb ist das richtige Verhalten und besondere Aufmerksamkeit gegenüber Kindern im Strassenverkehr besonders wichtig.

Fünf Tipps helfen, den Schulweg der Kinder sicherer zu machen:

  • Rechnen Sie bei Kindern mit allem.
  • Verlangsamen Sie ihr Tempo.
  • Seien Sie bremsbereit.
  • Halten Sie am Fussgängerstreifen ganz an.
  • Passen Sie rund um Schulen doppelt auf.

Die Tipps stammen von der Kantonspolizei Graubünden. Kinder verunfallen nicht nur auf dem Schulweg. Sie verunfallen zum Beispiel auch auf dem Weg in den Musikunterricht, zum Spielplatz oder in die Badi. Unfälle passieren in jeder Jahreszeit. Vor allem aber in den warmen Monaten, wenn die Kinder vermehrt im Freien unterwegs sind.

Eltern-Taxi unerwünscht

Die Kapo Graubünden bittet die Eltern darauf zu verzichten, ihr Kind mit dem Auto zur Schule bzw. in den Kindergarten zu fahren. Sie gefährden andere Kinder im Bereich der Schulanlage oder auf dem Weg dorthin. Zudem wird verhindert, dass das Kind den Schulweg erleben kann.

Laut Empfehlung der Kantonspolizei soll das Kind anfänglich auf dem Schulweg begleitet werden, die Eltern sollen vorbildlich handeln. Kinder lernen vor allem durch Nachahmung. So können die Kinder zunehmend zu sicheren Verkehrsteilnehmenden heranwachsen.

Auch sollen Kinder helle oder reflektierende Kleider tragen, damit es im Strassenverkehr besser sichtbar ist.

Erhöhte Polizeipräsenz zum Schulbeginn

Zur Sicherung der Schulwege und zum Schutz der jüngsten Verkehrsteilnehmenden wird die Kantonspolizei Graubünden in den Gemeinden vermehrt Geschwindigkeits- und Schulwegkontrollen durchführen.

Auch die Stadtpolizei Chur gibt in einer Mitteilung bekannt, dass sie die Verkehrskontrollen in den ersten Wochen des Schulbeginns Verkehrskontrollen intensiviert. Speziell vor und nach den Schulstunden werden im Bereich der Schulhäuser gezielte Kontrollen durchgeführt sowie die sichtbare Präsenz erhöht. Ebenso werden die Fahrzeuglenker bei der Feststellung eines Fehlverhaltens informiert, sensibilisiert und nötigenfalls verzeigt. Die intensive Kontroll- und Präsenz-Aktion der Stadtpolizei Chur beginnt heute Montag, 19. August, und dauert bis anfangs September 2019. Die Verkehrsinstruktoren werden zudem bis zu den Herbstferien alle Kindergärten und Erstklassen der Stadtschule Chur besuchen.

 

(Bilder: BFU)