Was für ein Saison-Eröffnungsspiel für Chur 97! Die Bündner besiegten am Samstagnachmittag zum Saisonauftakt in der 2. Liga Interregional auswärts den 1.Liga-Absteiger FC United Zürich gleich mit 17:1.

Für Chur 97, das sich letzte Saison erst in den letzten Rückrundenspielen den Ligaerhalt sicherte, ist der Kanter-Kantersieg natürlich ein Traumstart par excellence. Viel einbilden sollten sich die Bündner aber nicht: Das Team des deutschen Spielertrainers Maximilian Knuth traf zwar mit United Zürich zwar auf den Absteiger aus der 1. Liga: Die Zürcher traten aufgrund diverser (auch ferienbedingter) Absenzen mit einem zusammengewürfelten Rumpfteam an und waren schlichtweg nicht konkurrenzfähig – bereits zur Halbzeit stand es 0:6.  Die Aufstellung von United, die der Schweizerische Fussballverband auf ihrer Webseite abbildete, entspricht zwar nicht wirklich der Realität, spricht aber symbolisch Bände, wie konfus der Gastgeber auftrat. 

Eine derartige Klatsche hätten die Zürcher Verantwortlichen sicher nicht erwartet. Chur 97 darf sich nach dem Traumstart derweil über den zwischenzeitlichen ersten Tabellenplatz freuen. Sicher scheint aber trotz des wenig aussagekräftigen Start-Resultats, dass die Transfer-Offensive des Spielertrainers Max Knuth Wirkung zeigt: Der 30-Jährige liess im Sommer seine Kontakte ins Fürstentum Liechtenstein spielen und holte von seinem ehemaligen Klub USV Eschen-Mauren mit Marco Fässler, Michel Gadient und Manuel Willi drei ehemalige Mitspieler zu Chur 97. Damit sind nun – gemeinsam mit Knuth und Ridvan Kardesoglu, Livio Krättli und Giuseppe Coppola – bereits sieben Spieler, die früher beim Liechtensteiner Erstligisten spielten, bei Chur im Einsatz.

Auch am nächsten Samstag müssen die Churer (in Widnau) auswärts ran, ehe sich die Chur 97-Fans am 24. August (gegen Uzwil) auf das erste Heimspiel an der Churer Ringstrasse freuen dürfen.

 

(Bild: Facebook Thomas Schmid)