Seit über sechs Jahren erforschen Prähistorikerinnen und Prähistoriker der Universität Zürich den Bergbau im Oberhalbstein. Spektakuläre, unerwartete Ergebnisse können nun in Kooperation mit dem Verein Parc Ela der Öffentlichkeit vorgestellt werden: Die ersten Bergleute der Schweiz, die nach metallenen Erzen suchten, schafften sehr erfolgreich im Surses!

Der Sommer ist kurz und auf fast 2’500 Metern ist es kalt. Die Alpinisten Wissen: viel Zeit haben sie nicht, dann bald setzt der Schneefall wieder ein. Und dann brauchen sie auch noch Holz zum Feuersetzen! Doch der Aufwand lohnt sich: Kiloweise Erz gewinnen die Bergleute und transportieren es die Hänge hinab, um es gleich zu verhütten. Das reine Kupfer leuchtet ihnen entgegen… Was hier tönt wie in einem Abenteuer ist prähistorische Realität. Vor über 3000 Jahren begannen die Menschen in schwindelerregender Höhe Kupfererz im Oberhalbstein abzubauen! Mit einfachen Techniken wurde Kilo um Kilo gewonnen! Der «Markt» war offenbar so gross, dass die aufwändigen Arbeiten lohnten, die Holz, Kraft, Ausdauer, Wissen und Technik voraussetzten!
Am Parc Ela-Forschungsabend vom 8. August, 20 Uhr, im Schulhaus in Cunter erfahren Sie von Roven Turck und Leandra Reitmaier-Naef, Fachbereich Prähistorische Archäologie der Universität Zürich aus erster Hand mehr über das Forschungsprojekt, das sie seit 2013 immer wieder ins Surses führt.
(Bild: zVg)