Auch die BDP Graubünden hat ihre Nationalratsliste gefüllt: Der bisherige Duri Campell wird flankiert von den Grossrätinnen Edith Gugelmann-Battaglia und Martha Widmer-Spreiter sowie Stefan Darnuzer und Daniel Buchli. Ausserdem wurde an der Nominationsversammlung Barbara Janom Steiner verabschiedet.

Am Donnerstag hat die BDP Graubünden ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die Nationalratswahlen vom 20. Oktober 2019 nominiert und sich für die eidgenössischen Wahlen eingestimmt. «Wir gehören zu den erfolgreichsten Parteien im Hinblick auf die Volksabstimmungen der vergangenen Jahre», bringt Beno Niggli, Parteipräsident und Wahlleiter der BDP, seine Vorfreude auf die Wahlen vor sehr gut besuchter Versammlung zum Ausdruck. So habe sich die Bürgerlich-Demokratische Partei nicht zu verstecken. «Wir fühlen den Puls des Volkes, sind eine Partei, die alle Themen der Politik aufgreift und sind die Partei, die gute, bürgerliche Lösungen anbietet.»

Die BDP sei nicht die Partei, die den Reformstau zu verschulden hätte. Und sei auch nicht die Partei, die ihre Kraft dazu eingesetzt hätte, jede Reform zu verhindern und unser Land ins Reduit zwängen wolle. «Die BDP ist eine Volkspartei, in der jeder willkommen ist», so Niggli. Sie wolle Lösungen, die den Kanton weiterbringen und habe so auch in der Vergangenheit den Kanton Graubünden stark mitgeprägt.

Wenn Niggli durch sein Heimatdorf laufe und nach seinem Befinden gefragt werde, antworte er mit «langweilig, aber gut». Unter diesem Motto lancierte nämlich die Mutterpartei kürzlich die Wahlen 2019. Sie unterstreicht so auf ehrliche Weise, dass sie sich in ihrer politischen Arbeit auf die Sache fokussiert und nicht auf das Polit-Show-Business.

«Stargast» Martin Landolt

Im Rahmen der Nominationsversammlung, bei der auch Nationalpräsident Martin Landolt anwesend war, gehörte eine gesunde Portion Show dennoch zum Programm. Beno Niggli übergibt das Wort an Grossrat und Jungpolitiker Ursin Widmer, der auf unterhaltsame Art und Weise durch die Präsentation der Kandidaten führt.

Nebst Nationalrat Duri Campell (seit 2015) figurieren drei Mitglieder des Grossen Rates auf der Liste – und mit Stefan Darnuzer ein erfahrener Gemeinde-Politiker. Zudem kandidiert Grossrat Ursin Widmer für die Junge BDP Graubünden. Stefan Darnuzer, der zurzeit im Ausland weilt, wurde mittels einer Videoübertragung eingebunden.

Bewährte Kräfte für Graubünden:

Nationalrat Duri Campell, 1963, kandidiert für eine weitere Legislatur im Nationalrat. Der Landwirt und Campingplatz-Betreiber aus Cinous-chel war zuvor Standespräsident (2014/15), Grossrat und Gemeindepräsident. Campell vertritt die Anliegen der Bündnerinnen und Bündner seit 2015 im Nationalrat. Besonders wichtig sind ihm die Landwirtschaft, der Tourismus, die Altersvorsorge sowie die Beziehungen der Schweiz zu Europa. Weiter ist der passionierte Jäger Mitglied der Staatspolitischen Kommission des Nationalrates, Mitglied der Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates und amtet als Vizepräsident des Bündner Bauernverbandes, Verwaltungsratspräsident von GraubündenVIEH AG, Graubünden Viva sowie als Verwaltungsrat der Sessel- und Skilifte Zuoz AG und der Schweizer Skischule Zuoz/La Punt AG.

Stefan Darnuzer, 1970, aus Saas verfügt über viel Erfahrung als Gemeinde-Politiker. Der passionierte Skifahrer und Golfer ist Geschäftsführer der «Darnuzer Ingenieure AG», ein erfolgreiches Büro für Vermessung, Geomatik und Landmanagement in Davos-Platz. Darnuzer ist Vorstandsmitglied der Gemeinde Klosters-Serneus und war vor der Gemeindefusion von Klosters-Serneus Gemeindepräsident von Saas. Als Unternehmer und Politiker weiss Darnuzer um die Bedeutung des Tourismus und der KMU als Stützen für die Bündner Wirtschaft. Deshalb setzt er sich sowohl für den Tourismus wie auch für die Bündner Unternehmen mit Überzeugung ein.

Edith Gugelmann-Battaglia, 1961, aus Sils i.D. ist Grossrätin, Kauffrau und Immobilienverwalterin. Die Domleschgerin war zuvor Grossratsstellvertreterin und Vorstandsmitglied in der Gemeinde Sils i.D.. Die Sicherstellung eines gut funktionierenden Bildungssystems für eine fundierte und nachhaltige Bildung liegt Gugelmann besonders am Herzen. So ist Gugelmann Mitglied der Kommission für Bildung und Kultur, der Aufsichtskommission im Mittelschulwesen Graubünden und ist Mitglied im Stiftungsrat Scalottas in Scharans. Weiter ist Gugelmann Geschäftsstellenleiterin der BDP Graubünden.

Martha Widmer-Spreiter, 1954, Grossrätin und alt Gemeinderätin, verfügt über profunde Erfahrung – sowohl in kommunalen wie auch in der kantonalen Politik. Die Churerin ist Mitglied der Kommission für Bildung und Kultur, des evangelischen Grossen Rates sowie Geschäftsleitungsmitglied des evangelischen Grossen Rates und Mitglied Kolloquium Chur. Zuvor war Widmer-Spreiter Churer Gemeinderatspräsidentin (2013) und langjährige Gemeinderätin (2011-2019. Eine lösungsorientierte Sachpolitik ist der naturverbundenen Politikerin besonders wichtig. So setzt sie sich vor allem für die Bildung, das Gesundheitswesen sowie die Sportförderung ein.

Daniel Buchli, 1963, Grossrat und Revierförster, Safiental, ist ein weiterer erfahrener Politiker. Der Leiter des Forst- und Werkdienstes der Gemeinde Safiental ist Mitglied der Geschäftsprüfungskommission des Kantons Graubünden und Mitglied der Jägerfraktion des Grossen Rates. Der leidenschaftliche Sportschütze, Imker, Volkstänzer und Jäger ist weiter Präsident der Wasserversorgungsgenossenschaft Safien Gün-Neukirch sowie Vorstandsmitglied Meliorationskommission Gün-Neukirch, der Walservereinigung Graubünden, der Genossenschaft Skilift Tenna und ist zudem Stiftungsratsmitglied der Stiftung Signina und Mitglied des Beirates im Verein Naturpark Beverin.

Mit einer Liste der Jungen BDP beweisst die Bürgerlich-Demokratische Partei, dass sie in Sachen Nachwuchs gut aufgestellt ist. So kandidieren für die Junge BDP Graubünden folgende Personen:

Ursin Widmer, 1989, Grossrat und Schulleiter, Felsberg
Patrick Niederreiter, 1992, Grossratsstellvertreter und Mandatsleiter, Felsberg
Cindy Schnider, 1997, Studentin der Rechtswissenschaft, Vals
Gian-Reto Trepp, 1989, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Chur
Silvan Tscholl, 1999, Multimediaelektroniker in Ausbildung und Präsident der Jungen BDP Graubünden, Domat/Ems

«BDP. Langweilig, aber gut.»

An der Delegiertenversammlung der BDP Schweiz vom vergangenen Wochenende lancierte die Mutterpartei den Wahlkampf mit dem Motto: «BDP. Langweilig, aber gut.»

So unterstreicht die BDP auf ehrliche Weise, dass sie sich in ihrer politischen Arbeit auf die Sache fokussiert und nicht auf das Polit-Show-Business. «Wir werden mit dieser Kampagne die Visitenkarte einer vernünftigen und fortschrittlichen Sachpolitik hinterlassen und unsere Sitze im Parlament verteidigen», so Martin Landolt, Nationalrat und Präsident der BDP Schweiz.

In den Kernthemen Klimapolitik, Altersvorsorge, Verhältnis zu Europa sowie mit ihren Forderungen zur Pflege, zur Gleichstellung sowie zu Waffenexporten beweist die BDP, dass sie vernünftige und machbare Lösungen präsentiert, mit denen Kompromisse im Interesse des Volkes erarbeitet werden können.

Adia, Barbara Janom Steiner

In seiner Ansprache würdigte Grossrat und Fraktionspräsident Gian Michael die vorbildliche Arbeit von Alt-Regierungsrätin Barbara Janom Steiner. Die Engadinerin wurde am 30. März 2008 als Nachfolgerin von Eveline Widmer-Schlumpf in die Bündner Exekutive gewählt und scheidete am Ende des Jahres infolge Amtszeitbeschränkung aus der Regierung.

«Deine interne Nomination als Regierungsrätin hast du dir vor allem mit guter Arbeit als Grossratsstellvertreterin, als Grossrätin, als Parteivizepräsidentin und als Parteipräsidentin verdient», so Michael. Unermüdlich und vorausschauend habe sie sich für den Kanton eingesetzt. «Unsere Barbara war eine richtige Regierungsrätin». Eine Regierungsrätin, die führte und nicht verwaltete. Eine Regierungsrätin, die sich auch in schwierigen Situationen hinstellte und Verantwortung übernahm. «Die wenigen Misserfolge nahm sie auf sich».

Als Vorsteherin des Departementes für Finanzen und Gemeinden war sie bereit, heikle und wichtige Geschäfte aufzunehmen. Beispielsweise die Finanzausgleichsreform, das kantonale Personalgesetz, die Gemeinde- und Gebietsreform oder GR-Flex. Und, so Michael: Niemand getraut sich zu sagen, unsere Barbara habe die Finanzen nicht im Griff gehabt.

Janom Steiner hat im Kanton Spuren hinterlassen. «Durch deine Arbeit hat der Kanton zukunftsfähige Strukturen erhalten und zugleich sind unsere Finanzen in einer vorzüglichen Lage.»