Die Inventx hat eine vorübergehende Dependance in der alten Lokremise gefunden. Sie wurde mit einer rauschenden Party eingeweiht.

Der Raum ist sechs Meter hoch und so gross, dass in naher Zukunft zwei Container drin Platz haben, die als Sitzungszimmer dienen sollen: Die alte Lokremise in Chur, in Besitz von Architekt Michael Schumacher, gemietet von der Inventx, die am Postplatz schon lange aus allen Nähten platzt. Eigentlich sollte das Unternehmen in Bälde in ihren Neubau Mehrwerk auf dem Areal des alten Forstwerkhof einziehen. Aber noch immer sind Einsprachen hängig. «Es wird wohl noch drei bis vier Jahre dauern, bis wir einziehen können», sagte Inventx-CEO Gregor Stücheli am Dienstagabend vor versammelter Mannschaft.

Jetzt feiert die Truppe die Einweihung der Lokremise. An Marktständen wird Apero gereicht – er reicht von Wurstsalat im Glas über Sushi zu Wraps. Gut 170 Angestellte gibt es in Chur, und es scheint an diesem Abend, als wären sie alle da. «Wenn ihr noch mehr Ideen habt, bringt sie», sagt Gregor Stücheli. Er hat auf Anraten einer Angestellten einen Weichensteller ersteigert. «Der Groove von Innovation muss sich hier durchsetzen. Einst wurden hier Lokomotiven entwickelt. Ich hoffe, wir tragen auch dazu bei, hier Neues zu entwickeln.»

Um die Motivation der Mitarbeiter zu steigern, gibt es einen Dartkasten, den fast schon obligatorischen Tschüttelikasten und eine Lounge-Ecke, die es mit jedem Industrial-Style-Hotel an urbaner Lage aufnehmen kann. «Das einzige, was ihr beachten müsst: Ihr dürft niemals auf die Schienen laufen. Das ist absolut verboten», sagt Gregor Stücheli. Für diejenigen, die zum Postplatz oder umgekehrt gehen müssten, gäbe es Elektrotrottis. «Die Strecke ist ja so weit», sagt Gregor Stücheli und lacht.

Er ist zufrieden. Alois Vinzens, scheidender CEO der Graubündner Kantonalbank ist da, «ich bin dankbar, dass er uns unterstützt hat», sagt Gregor Stücheli. Stadtpräsident Urs Marti kommt zu spät, um die Dankesworte zu hören: «Es ging eine Woche, bis wir die Bewilligung für die Benutzung bekommen haben.» Der Stadtpräsident ist als Gast hier; anders als sonst gibt er keine seiner Stegreif-Reden zum Besten.

«Jetzt aber: Party!», sagt Gregor Stücheli, als alles für den Moment gesagt ist. Ein DJ – Claudio Candinas – legt auf, und für den Heimweg hat sich der CEO etwas ganz Spezielles ausgedacht: Für jeden Gast gibt es einen Osterhasen. 60 Zentimeter gross, 1,250 Kilo schwer. «Damit werdet ihr garantiert angesprochen. Ich habe es selbst erlebt.»

(Bilder: GRHeute)

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