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Der HC Davos hat im ersten Spiel des neuen Jahres nicht an das starke Finish vor Weihnachten und den gelungenen Spengler Cup anknüpfen können. Beim 3:4 zuhause gegen Lugano musste sich der HCD im dritten Meisterschaftsspiel unter Neo-Trainer Harijs Witolinsch erstmals geschlagen geben.

Die Bündner verfielen gegen Lugano in «alte» (schlechte) Gewohnheiten. Nach 46 Minuten lag der Rekordmeister im Heimspiel gegen Lugano vor 5324 Zuschauern bereits mit 1:4 hinten. Ein Doppelschlag von Enzo Corvi und Captain Andres Ambühl innerhalb von 83 Sekunden liess die Gastgeber bis acht Minuten vor Spielende nochmals hoffen. Zu einer neuerlichen Davoser Wende – wie vor Weihnachten gegen Fribourg-Gottéron (3:2 nach 0:1) und Ambri-Piotta (3:2 n.P. nach 0:2) – kam es aber nicht. Zu mehr als einem Lattenschuss von Félicien Du Bois sechs Minuten vor Schluss im Powerplay reichte es nicht. Schlechte Nachrichten gab es für die Bündner schon vor dem Anpfiff. Der schwedische Verteidiger Magnus Nygren wird dem HCD wegen eines Fussbruchs rund einen Monat fehlen. Die ohnehin schon löchrige Abwehr der Davoser dürfte damit weiter destabilisiert werden. 

Ambri-Piotta am Spengler Cup?

Bekannt wurde gestern auch, dass im nächsten Jahr am Spengler Cup einige Neuerungen anstehen. Das Schweizer Fernsehen wünscht, dass ein zweites Schweizer Team am Turnier teilnimmt. Ein Bedürfnis, dem der HCD wohl nachkommen wird. Gegenüber «20 Minuten» betonte OK-Präsident Marc Gianola, dass dies auch im Sinn des Turniers sei. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die «Goldgrube» Altjahreswoche auch in Zukunft für den Spengler Cup geschützt sein soll: Der Goodwill der Liga ist für Davos somit überlebenswichtig. 2012 hatte der HCD mit dem Verband einen hart umkämpften 10-Jahres-Vertrag abgeschlossen, der die «Exklusivwoche» schützt – die Bündner müssen seither rund 800’000 Franken pro Jahr an die Ligagegner bezahlen. 

2019 wird demzufolge mit grosser Wahrscheinlichkeit ein zweites Schweizer Team am Spengler Cup teilnehmen. Der EV Zug und der SC Bern haben kein Interesse, bei den ZSC Lions würde man eine Anfrage prüfen, wie «20 Minuten» schreibt. Der Wunsch von SRF wäre es allerdings, einen Verein aus einer anderen Sprachregion dabei zu haben (Servette, Lausanne, Fribourg, Biel, Lugano oder Ambri).

Die wahrscheinlichste Variante ist gemäss «20 Minuten» der HC Ambri-Piotta. Zum einen gibt es eine langjährige Freundschaft zwischen den beiden Randregion-Klubs. Die Leventiner würden offenbar gerne teilnehmen und wären mittlerweile auch sportlich eine solide Wahl. Gianola bestätigte, dass Ambri ein sehr interessanter Kandidat sei. In zweiter Priorität nähme man in Davos wohl eines der vier Westschweizer Teams ins Visier. 

 

(Bild: Screenshot MySports)