Vor einem Jahr veröffentlichte der Tourismusrat das «Weissbuch für den Bündner Tourismus». Es gab zu reden – im Guten wie im Schlechten.

Für den Tourismusrat, allen voran Professor Ernst A. Brugger, fällt die Bilanz nach 365 Tagen «Weissbuch für den Bündner Tourismus» positiv aus. «Der Kontakt mit der Basis zeigt: Der Austausch und das Entwickeln von konkreten Projekten haben sich im vergangenen Jahr definitiv verstärkt», heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Aber: «Bei der Umsetzung besteht jedoch noch Luft nach oben.»

Um das Buch unter die Leute zu bringen, gab es eine Roadshow mit sieben Stationen und einen Strategie-Workshop mit hotelleriesuisse Graubünden.

«Neue Projekte wurden angepackt und Zusammenarbeitsformen vermehrt geprüft», teilte der Tourismusrat mit. Im vergangenen Jahr hätten die im Weissbuch beschriebenen Projektinitiativen konkrete Formen angenommen, dies primär dank den Impulsen der Projektträger. Darunter fallen etwa «graubündenVIVA», «Bikemekka Graubünden», «Engadin Arena» oder das Projekt «Landwasserviadukt – Wahrzeichen Graubündens» der Rhätischen Bahn, Region und Gemeinden. Gemäss der Mitteilung wurden 20 Projekte mit rund 3,8 Millionen Franken unterstützt. Zudem wurden 12 Aufträge zur Erarbeitung von Grundlagen und für Machbarkeitsstudien von rund 2 Millionen Franken ausgelöst.

Zudem treibt der Tourismusrat seine «Digital Road Map» für den Bündner Tourismus voran. Sie soll eine Orientierungshilfe für weiterführende Diskussionen schaffen. Schliesslich will der Tourismusrat auch die Führung und die Aufgabenteilung im Tourismussystem beleuchten. «Wir brauchen im Bündner Tourismus schlankere und effizientere Entscheidungsstrukturen. Noch verzetteln wir uns zu sehr – eine oder einer für alle statt alle für sich, so lautet mein Appell. Und gerade deshalb will sich der Tourismusrat Graubünden auch weiter als Impulsgeber engagieren», verspricht Ernst A. Brugger.

(Bild: GRHeute)