Auch die zehntägige Natipause hat beim HC Davos nicht zum erhofften Umschwung geführt. Die Bündner unterlagen am Dienstagabend auswärts beim HC Fribourg-Gottéron klar mit 1:6. Das Spiel war bereits nach zehn Minuten entschieden.

«Wir müssen kompakter und konstanter spielen. Das betrifft alle, auch mich», meinte HCD-Goalie Anders Lindbäck vor dem Spiel in Fribourg gegenüber der offiziellen Webseite. Im ersten Spiel nach der Natipause erwies sich dieses Vorhaben allerdings als frommer Wunsch. Bereits nach 63 Sekunden musste der Schwede den Puck erstmals aus den Maschen holen, nach sieben Minuten zum zweiten Mal, nach acht Minuten zum dritten Mal und nach zehn Minuten war das Spiel mit dem 4:0 bereits entschieden. Zu viel für Lindbäck, der seinen Frust nach dem Torreigen mit einer Zweiminuten-Strafe für unsportliches Verhalten abbaute. Und es war nicht nur die Verteidigung, die versagte. Im Angriff brachten die Bündner im Startdrittel gerade mal einen einzigen Schuss aufs gegnerische Tor.  

 

Dass die Davoser im Mitteldrittel etwas besser ins Spiel fanden, hatte mehr mit dem Spielstand zu tun als mit einem tatsächlichen Aufbäumen des Rekordmeisters. Und «natürlich» waren es dennoch die Gastgeber, die auch skorten und bei Spielhälfte auf 5:0 erhöhten. Auch im Schlussdrittel fand der HCD keinen Weg aus seiner Tristesse, bereits 27 Sekunden nach Wiederbeginn trafen die Fribourger zum 6:0. Immerhin verhinderte die Küken-Truppe des HCD – mit Anton Rödin, Perttu Lindgren und Magnus Nygren mussten die Bündner gleich auf drei Söldner verletzungsbedingt verzichten – durch Enzo Corvis Ehrentreffer zehn Minuten vor Schluss die dritten Shutout-Niederlage des Jahres, mehr als eine sinnlose Statistik ist dies allerdings nicht – nur gerade dreimal hat der HCD in der nunmehr 17 Spiele dauernden Saison mehr als zwei Tore in einem Spiel geschossen. Und es war bereits das 9. Mal, dass der HCD fünf oder mehr Tore in einem Spiel kassierte. «Das isch an Seich», resümierte Captain Andres Ambühl nach Spielschluss gegenüber SRF.

 

Der Rückstand auf den Strich ist nach der achten Niederlage in den letzten zehn Spielen auf 11 Punkte angewachsen. Man kann sich aber fragen, ob das überhaupt eine Rolle spielt. Denn der kleine Hoffnungsschimmer nach dem Sieg in Langnau vor der Natipause ist bereits jetzt wieder von der traurigen Realität eingeholt worden, dass der HCD in dieser Saison schlichtweg nicht die Qualität hat, um im Kampf um einen Playoff-Rang mitzureden.

 

(Archivbild: Screenshot SRF)