Der Gewerkschaftsbund Graubünden hat am Montag mit einer eindringlichen Medienmitteilung gegen die Selbstbestimmungsinitiative gewettert.

«Am 25. November stimmen wir über den Erhalt wichtiger Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab, denn die «Selbstbestimmungs-Initiative» hat fatale Folgen für die Arbeiterinnen und Arbeiter in der Schweiz», warnt der Gewrkschaftsbund in einer Medienmitteilung. «Diese Initiative untergräbt den Schutz vor Kündigung, nur weil beispielsweise jemand gewerkschaftlich aktiv ist. Geschwächt würde auch das Recht, sich im Betrieb zu organisieren und auszutauschen. All diese Rechte der Arbeitnehmenden garantieren die Europäische Menschenrechts-Konvention (EMRK) und das Völkerrecht der Uno-Organisation für Arbeit (ILO).»

Gerade Arbeitnehmende und gewerkschaftlich organisiertes Personal seien in ihrem Alltag auf ein gut funktionierendes Menschenrechtssystem angewiesen. Auch die Gleichbehandlung von Frauen und Männern in den Sozialversicherungen sei damit gesichert. So habe beispielsweise der europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strassburg ein wegweisendes Urteil für die Schweiz erlassen – und damit die Rentenansprüche einer jungen Mutter verbessert.

 

 

(Bild: Plakatausschnitt SP-Gegen-Kampagne Selbstbestimmungsinitiative)