Die Territorialdivision 3 lud zum Lunch mit dem Chef der Armee, Philippe Rebord – und alle kamen. Rebord bekräftigte dabei das Festhalten am Standort Chur.

Wer da war: Damit wir hier nicht schreiben müssen, dass es zuviele sind um sie alle aufzuzählen, zitieren wir hier für einmal Divisionär Lukas Caduff, Kommandant Ter Div3: «Wir sind so viele, dass ich nicht alle erwähne, sonst ist meine Redezeit durch.»

Wer nicht da war: National- und Ständeräte, da in Bern gerade Session ist. Regierungsratskandidaten. Der Stadtpräsident von Chur, Urs Marti.

Wieviele Frauen da waren: Ein gutes Dutzend. Angesichts des Themas und der Einladung aber verständlich.

Was in den Mitgebseltüten war: Militärschoggi. Militärguetzli.

Was von den Reden blieb: «Wir sind das Land mit den wenigsten Polizisten pro Einwohner.» «Walliser Kühe brauchen nicht so viel Wasser, die trinken nicht so viel. «Kein Mensch mehr in der Armee weiss, was eine Mobilmachung ist.» «Unsere Jungs wollen Ordnung in der Schweiz und sie wollen sich dafür einsetzen.» «Die Jungen sind nicht das Problem in diesem Land.» (Korpskommandant Philippe Rebord.) «Der Kanton Graubünden ist der Kanton, der wohl am meisten auf Unterstützung der Armee angewiesen ist. Das WEF, eine WM wie auf der Lenzerheide, das wäre ohne Armee nicht möglich. Und auch bei den Waldbränden in der Mesolcina oder dem Unglück in Bondo würde es ohne das Militär nicht gehen.» «Wenn wir Unterstützung brauchen, sind innert 30 bis 40 Minuten die Offiziere auf dem Platz, mit denen man das weitere Vorgehen besprechen kann.» (Christian Rathgeb, Sicherheitsminister Kanton Graubünden.)

Was die Herren Rathgeb, Rebord und Caduff vor den Medien sagten: «Wir haben viele Ausbildungsstrukturen in Graubünden und mit Hinterrhein einer von nur zwei Plätzen, auf denen man mit scharfen Panzergeschossen schiessen kann. Eine Aufgabe des Standortes Chur ist darum für uns keine Option», sagte Korpskommandant Philippe Rebord. Und über die Aufgabe des jetzigen Kasernenareals in Chur sagte er: «Wir sind bereit, das Gelände der Stadt Chur abzugeben. Wir brauchen aber einen adäquaten Ersatz. Das ganze Prozedere wird jetzt auf Stufe Bund diskutiert.» Mit einem ersten Entscheid könne wahrscheinlich nächstes Jahr gerechnet werden. Es habe in Genf eine ähnliche Situation mit einem Gebäude gegeben, da habe man sich auch einigen können.

 

(Bilder: GRHeute)