Von vier äusserst intensiven und vor allem auch lehrreichen Trainingstagen profitierten die zwanzig Nachwuchstalente, die vom Donnerstagmittag bis Sonntagnachmittag am erstmals durchgeführten Volleyball Positions-Camp in der Mehrzweckhalle in Arosa teilgenommen haben. Laut Aussage von Reto Götz, der wie schon beim vorherigen J+S-Lager wieder die Leitung innehatte, war dieser Premiere ein voller Erfolg beschieden, so dass man eigentlich gewillt ist, das Spezialisten-Camp auch 2019 wieder anzubieten.

Möglich machte die schweizweit erstmalige Durchführung des Volleyball Positions-Camps nebst graubündenSPORT in erster Linie der Bündner Volleyball Verband. Im Gegensatz zum J+S-Lager, in dem vor allem die Grundelemente des Volleyballs, das heisst der Breitensport gefördert worden ist, waren diesmal diejenigen leistungsorientierten Nachwuchsvolleyballerinnen und -volleyballer angesprochen, die bisher bereits einmal mit der Spezialisierung in den verschiedenen Positionen Pass, Mittelblock, Aussenangriff, Libero und Diagonal Bekanntschaft gemacht haben. Allerdings waren in dieser Hinsicht doch recht grosse Unterschiede zu verzeichnen, sodass die Trainer echt gefordert waren.  

Das ausgewiesene und erfahrene Leiterteam setzte sich zusammen aus Philipp Schütz, Hansjürg Bürkli, Daphné Dittrich, Philip Brunner, Nina Gallmann und Lara Cortesi. Zwischendurch wurde es noch durch die zwei Bündner NLA-Spielerinnen Michelle Degiacomi und Janina Florin unterstützt, die dem Nachwuchs wertvollen Anschauungsunterricht gewährten.

Leistungssteigerung durch Spezialisierung

Diese attraktive und anspruchsvolle Sportart beginnt mit Minivolleyball 3:3 und 4:4 und entwickelt sich dann über Volleyball 6:6 auf dem grossen Feld aufgrund ganz unterschiedlicher Spielsysteme immer weiter. Ziel dieses Camps war, der damit zusammenhängenden Spezialisierung gerecht zu werden und diese durch Trainings- und Spielformen zu verbessern.

Das Programm hatte es in sich, wie ein Blick auf den Trainingsplan zeigt. Nach der Kurseröffnung ging es am Donnerstagnachmittag los mit Warm up, Ballhandling, Spielformen 2:2 und 4:4 sowie dem üblichen Cool down. Am Abend wurden dann in den Positionen noch Basics und Footwork trainiert. An den darauffolgenden zwei Tagen wurde das Training der Positionen Pass, Mittelblock, Aussenangriff, Libero und Diagonal isoliert, in der Annahme und im Angriff kombiniert sowie aus verschiedenen Spielsituationen heraus fortgesetzt, abends ergänzt durch die «Volleyball heute» und Workshops mit Spezialtrainings.         

Am Sonntagvormittag wurde das hinsichtlich Spezialisierung Gelernte und Geübte im Spielturnier 6:6 in die Praxis umgesetzt, bevor am frühen Nachmittag noch das Allstar-Team und die Coaches aufeinander trafen sowie die Awards für die besten Spielerinnen bzw. Spieler aller fünf Positionen verteilt wurden. Begeisterung und Engagement aller Jugendlicher und des Leiterteams waren so gross, dass man auf die Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte wohl nicht herumkommen wird.

 

(Bilder: GRHeute/Jürg Kurath)