Im Jahr 2015 führte die Stadt Chur den Einheimischentarif ein. Die «Rabattkarte» für die städtischen Steuerzahler entwickelt sich allmählich zu einem wichtigen Marketinginstrument der Bündner Kantonshauptstadt. Für 2018 ist die Einführung einer elektronischen «ChurCard» geplant, die ganz neue Möglichkeiten eröffnen wird. Die neue Karte wird diese und nächste Woche bei den Churerinnen und Churern eintreffen.

Um die Akzeptanz des Einheimischentarifs zu testen und um Kosten zu sparen, wurde entschieden, in der dreijährigen Pilotphase auf eine «intelligente» Karte zu verzichten. Die ChurCard trug Namen, Adresse und Geburtsdatum des bzw. der Berechtigten und war jeweils für ein Kalenderjahr gültig. Gegen Vorweisen der Karte erhalten ihre Inhaberinnen bzw. Inhaber städtische Leistungen zum Einheimischentarif. Dieser entspricht den bisherigen, günstigen Tarifen; Auswärtige zahlen künftig einen Aufpreis von in der Regel 30 %. Stadtpräsident Urs Marti bringt es wie folgt auf den Punkt: «Eigentlich bieten wir mit der ChurCard einen Rabatt für diejenigen Personen, die in Chur ihre Steuern bezahlen.»

Elektronische ChurCard kommt
Morgen erfolgt die Postaufgabe der neuen ChurCard für das Jahr 2018. Neu handelt es sich um eine festere Karte aus Plastik, die bis auf weiteres gültig ist. Die neue Karte erhalten alle Personen, die in Chur ihren Wohnsitz haben und älter als sechs Jahre sind. Die neue ChurCard wird über diverse Codes eine Authentifizierung erlauben und zudem auch als elektronische Lösung auf dem Handy verfügbar sein. Damit wird das Handling erleichtert, vorab in Familien. Zudem muss nicht jedes Jahr ein Massenversand erfolgen, was zusätzlich Kosten spart. Zuziehende Personen erhalten ihre Karte bei den Einwohnerdiensten, im Falle des Wegzugs kann die Karte deaktiviert werden. Die Karte ist auch als Gästekarte im Tourismus oder als Rabatt-Karte in den Altstadtgeschäften einsetzbar. Die IT-Einbindung ermöglicht eine aktive Kommunikation zu den Nutzerinnen und Nutzern, was insbesondere bei Aktionen wertvoll ist. Auch ist die Zugänglichkeit zu anderen Systemen, etwa dem Stadtbus, möglich. Die Services zur elektronischen ChurCard werden im Laufe des Jahres 2018 schrittweise aufgebaut. Bis es soweit ist, wird die neue ChurCard wie bisher als reine Sicht-Karte eingesetzt. Stadtpräsident Urs Marti: «Mit der ChurCard werden die beiden Megatrends Zentrumslasten und Altstadtbelebung auf einen Schlag angegangen. Damit ist Chur innovativ und einzigartig.»

 

(Bild: zVg.)