Daniel Rohner setzt sich seit einigen Jahren fotografierend mit Landschaft und mit der Ästhetik chinesischer Kunst- und Gedankenwelten auseinander. Zu dieser Arbeit ist im Kehrer Verlag eine Publikation erschienen, die am 8. und 9. April 2017 in der Stadtgalerie Chur präsentiert wird. Dazu werden einige Fotografien aus dem Zyklus „Dialog mit Mi Fu“ und neue Tuschzeichnungen auf Papier ausgestellt. Vernissage ist am heutigen Freitag, 7. April 2017, um 17.00 Uhr.

Daniel Rohner setzt dort an, wo die Bilder von Mi Fu, der Rohner als Hauptzeuge seines Ge-dankenprozesses gilt, für eine neue Interpretation, eine Aktualisierung, oder vielleicht auch nur für ein Übersetzen in ein neues, uns zeitgenössisches, Medium offen sind. Rohner steigt in die Rheinschlucht, die sich zwischen Reichenau und Ilanz tief in die Bündner Berglandschaft ge-graben hat, er erkundet den Calanda, den Hausberg Churs und er fotografiert im Laufental bei Basel. Diese Orte liegen vor seiner Haustür, sind vertraut und oft begangen, und so sind auch die Landschaften Rohners gestaltet: Ruhig, ohne alpenländischen Heroismus, zurückhaltend präzise ins Bild gesetzt und gerade in ihrem verharrenden Sein von einer fast meditativen Ge-lassenheit, in sich ruhend. Spuren der Zivilisation sind vorhanden, aber in ihrer Bedeutung an-gesichts der alles überragenden Natur zur reinen Erinnerung an die menschliche Existenz zu-rückgebunden.

Zu dieser Arbeit ist im Kehrer Verlag, Heidelberg, eine Publikation erschienen, die am 8. und 9. April 2017 in der Stadtgalerie Chur präsentiert wird. Dazu werden einige Fotografien aus dem Zyklus „Dialog mit Mi Fu“ und neue Tuschzeichnungen auf Papier ausgestellt. Vernissage ist am Freitag, 7. April 2017, um 17.00 Uhr. Zum Abschluss der Vernissage geben Lukas Rohner, Percussion und Ueli Derendinger, Shakuhachi, ein kleines Konzert.

Biografie Daniel Rohner

Daniel Rohner wird 1955 in Basel geboren. Nach Abschluss seiner Ausbildung zum Fotografen beginnt Rohner seine Laufbahn als freier Kunstmaler und Fotograf. Es folgen Auslandaufenthal-te in Rom und New York sowie zahlreiche Ausstellungen in namhaften Institutionen im In- und Ausland. 1986 erhält Rohner das Bundesstipendium für angewandte Kunst, 1987 den Förder-preis des Kantons Graubünden und 2012 den Werkbeitrag des Kantons Graubünden. Daniel Rohner lebt und arbeitet vorwiegend in Chur.

 

(Bild: GRHeute)