In der MySports League ist zwei Tage nach dem EHC Chur auch der EHC Arosa in den Viertelfinals gescheitert. Die Bündner verloren das vierte Spiel gegen Basel zuhause klar mit 0:3 und sind damit in der Serie mit 1:3-Siegen ausgeschieden. In der National League setzte sich der HC Davos am Donnerstagabend zuhause gegen Ambri-Piotta nach Penaltyschiessen mit 3:2 durch.

Der EHC Arosa ist nach einer mehrheitlich überzeugenden Saison in den Viertelfinals ausgeschieden. Zwei Tage nachdem Kantonsrivale Chur ohne Playoff-Sieg an Lyss gescheitertet war, musste sich auch der EHC Arosa aus dem MySports-League-Championnat verabschieden. Vor 1270 Zuschauern im Sport- und Kongresszentrum Arosa biss sich die Offensive einmal mehr die Zähne an den Baslern aus. Nachdem man im Startspiel der Viertelfinals auswärts noch mit 4:0 triumphiert hatte, gelang den Bündnern in den weiteren drei Spielen nur noch zwei Tore. Zu wenig, um defensiv überzeugenden Basler in die Schranken zu weisen. Am Donnerstagabend fiel die Entscheidung im Mitteldrittel, als die Gäste in weniger als fünf Minuten drei Tore zum vorentscheidenden 3:0 erzielten.

Insgesamt eine starke Saison

So frustrierend die Saison letztlich auch endete, mit der Playoff-Qualifikation und durchwegs kompetitiven Auftritten überraschte Arosa insgesamt positiv. Schmerzhaft waren neben dem frühen Playoff-Out sicher der Abgang von Trainer Marc Haueter kurz vor der entscheidenden Meisterschaftsphase und die drei Niederlagen (von vier Direktbegegnungen) gegen Kantonsrivale Chur. Dass man in den Playoff ein Spiel länger durchhielt als Chur, dürfte hingegen nur ein schwacher Trost sein. Für die nächste Saison darf man auf jeden Fall schon heute gespannt sein, was die beiden Bündner Equipen in der höchsten Schweizer Amateurliga aufs Eis bringen.

HCD besiegt Ambri im Penaltyschiessen 

Eishockey gespielt wurde am Donnerstagabend auch in Davos, wo in der National League der HC Ambri-Piotta im Landwassertal zu Gast war. Dank des 3:2-Sieges nach Penaltyschiessen, dem insgesamt 28. Saisonsieg, hat sich der Rekordmeister als zweites Team für die Playoffs qualifiziert.

Als Matchwinner zeichneten sich die beiden ausländischen Stürmer aus: In der regulären Spielzeit war es der Amerikaner Aaron Palushaj, der Davos im Startdrittel in Front schoss und knapp fünf Minuten vor Schluss – Ambri hatte den Rückstand im Mitteldrittel in einen 2:1-Vorsprung umgewandelt – mit dem Ausgleich nachdoppelte.

Tormaschinen Palushaj und Tedenby

Für Palushaj waren es die Tore 19 und 20 in dieser Saison. Eine Marke, die einem Ritterschlag gleichkommt, auch für ausländische Verstärkungsspieler. Nur drei Spieler haben in der National League derzeit mehr getroffen als Palushaj, der auch der treffsicherste Davoser ist, noch vor Mattias Tedenby. Welchen Input der Schwede (mit 16 «regulären» Treffern) beim HCD hat, zeigte er gegen Ambri im Penaltyschiessen, in dem er als einziger Davoser traf – und dies gleich zweimal. Tedenby versenkte vor 4254 Zuschauern den insgesamt 17. (!) Versuch zur Entscheidung und brachte dem HCD damit den Zusatzpunkt ein. Und wie! Der Schwede bezwang Benjamin Conz mit dem 17. Versuch volley, nachdem er sich die Scheibe selber vorgelegt hatte.

In der Tabelle hat Davos den zweiten Rang hinter Leader Zug weiter gefestigt. In der nächsten Runde trifft die Mannschaft von Christian Wohlwend am Samstag auswärts auf Rapperswil-Jona.

 

(Bild: EHC Arosa)