Selina Frölicher und Micha Bietenhader bilden zusammen das Künstlerkollektiv frölicher | bietenhader und sind die Preisträger des zweiten Kunstpreises des Bündner Kunstvereins. Die Bekanntgabe fand am Sonntag anlässlich der Finissage der «Jahresausstellung der Bündner Künstlerinnen und Künstler» im Bündner Kunstmuseum statt. 

Aufgrund des familiären Hintergrunds von Micha Bietenhader ist das Künstlerduo eng mit dem Kanton Graubünden verbunden. Regelmässig beteiligt es sich an Ausstellungen im Bündnerland. Selina Frölicher und Micha Bietenhader lernten sich an der HSLU in Luzern kennen, wo beide von 2006 bis 2010 Kunst & Vermittlung studierten. Seit 2008 arbeiten sie zusammen. Ihre Arbeit zeichnet sich durch einen unkonventionellen Umgang mit Medien wie Licht, Film oder Projektion aus. Selina Frölicher und Micha Bietenhader arbeiten oft ortsspezifisch und entwickeln ihre Installationen aus gegebenen architektonischen Bedingungen heraus. Ihr interdisziplinärer Ansatz erlaubt ihnen, visuelle und auditive Raummanipulationen zu erzeugen.

Der Bündner Kunstverein würdigt den präzisen und unvoreingenommenen Umgang von frölicher | bietenhader mit gegenwärtigen Technologien und anerkennt ihre bewusste und kühne Auseinandersetzung mit den medialen Bildsprachen unserer Zeit. Der zum zweiten Mal vergebene Kunstpreis beinhaltet die Herausgabe einer Publikation und eine Einzelpräsentation im Rahmen der nächsten Jahresausstellung. Die Publikation wird frölicher | bietenhader im Dezember zur Eröffnung der Jahresausstellung 2020 übergeben.

 

(Bild: Thomas Strub/zVg.)