Der HC Davos hat am Freitag einen 4:3-Sieg nach Penaltyschiessen in Bern gefeiert und sich tags darauf zuhause Leader ZSC Lions mit 0:5 geschlagen geben müssen. Die zehn Fakten vom Wochenende. 

1. Magnus Nygren

Am Dienstag gab Magnus Nygren nach seiner Knie-Verletzung im Cup sein Comeback beim HCD, am Freitag kam der Schwede in Bern zu seinem Meisterschaftsdebüt in dieser Saison (Notnagel Otos Rantakari musste pausieren). Auch am Samstag kam Nygren zum Handkuss, dafür liess HCD-Trainer Christian Wohlwend den Amerikaner Aaron Palushaj als überzähliger Ausländer auf der Tribüne. Gemäss der offiziellen Webseite will der HCD-Coach seine Söldner auch zukünftig rotieren, so dass es auch zukünftig Partien geben werde, in denen er wie am Samstag je zwei ausländische Abwehrspieler und Angreifer bringen werde.

2. Aaron Palushaj und Mattias Tedenby

Bevor er sich am Samstag eine Pause gönnen konnte, zeigte Aaron Palushaj am Freitag in Bern erneut seine gute Form. In der regulären Spielzeit erzielte er seinen achten Saisontreffer mit dem zwischenzeitlichen 3:2, und auch im Shoot-out traf der Amerikaner für den HCD – übrigens wie auch Mattias Tedenby, der den Torreigen in Bern eröffnet hatte. Die beiden neuen Davoser Offensiv-Imports haben bisher die erhoffte Leistung gebracht.

3. Erste Shutout-Niederlage

Der Spitzenkampf vom Samstagabend gegen die ZSC Lions endete für den HCD zwar in einer veritablen Klatsche. Es war auch das erste Mal in dieser Saison, dass Davos kein Tor schoss (trotz 27 Schüssen). Nach vier Siegen in Serie (und elf in den letzten zwölf Spielen) sei dem HCD ein Aussetzer gegen den Leader aber verziehen.

4. Ausverkauftes Eisstadion

Der HCD meldete am Samstagabend mit 5689 Zuschauern ein ausverkauftes Eisstadion (trotz einiger Lücken im ZSC-Fansektor…). Wie auch immer: Der HC Davos ist definitiv wieder in. Auch wenn man sich bei dieser Kulisse natürlich ein anderes Resultat erhofft hätte. Aber ganz ehrlich: Wann war das Eisstadion in Davos zuletzt ausverkauft? Im November?

5. Yannick Frehner

Am Freitag hat der HC Davos den Vertrag mit dem 21-jährigen Stürmer Yannick Frehner um zwei Jahre bis zum Ende der Saison 2021/22 verlängert. Der gebürtige Churer kam 2013 als 15-jähriger in die U17-Nachwuchsmannschaft des HCD. Seither zeigte Yannick Frehners Entwicklung stets nach oben. Gegenüber der HCD-Webseite sagte er: «Der HCD hat mir meinen Kindheitstraum, Eishockey als Beruf auszuüben, ermöglicht. Dafür bin ich sehr dankbar. Dass ich als Bündner dies weiterhin für den Bündner NL-Eishockeyclub machen kann, macht mich glücklich und stolz.»

Am Samstag zeigte er sein Commitment auch mit Taten: In einem «Boxkampf» gegen Zürichs Dario Truttmann holte er sich eine Fünfminutenstrafe – und einen viel bejubelten «Punktsieg».

6. Lukas Stoop

Ebenfalls seinen Vertrag in Davos verlängert hat Verteidiger Lukas Stoop, und zwar um zwei Jahre bis zum Ende der Saison 2021/22. Der 29-Jährige ist seit der Saison 2018/19 wieder beim HCD, nachdem er bereits 2007 bis 2012 fünf Saisons in blau-gelb auflief. Mit seinen insgesamt knapp 500 NL-Meisterschaftsspielen zählt er zu den Routiniers in der Davoser Defensive. Am Samstag musste er allerdings passen: Nach einer in Bern erlittenen Oberschenkelverletzung – einer «Tomate» – ermöglichte er indirekt, dass mit Magnus Nygren und Otso Rantakari erstmals gleichzeitig zwei ausländische Abwehrspieler für den HCD zum Einsatz kamen. Allerdings mit mässigem Erfolg.

7. Alles im Griff

Die Kanter-Niederlage gegen die ZSC Lions hat keine grossen Auswirkungen in der Tabelle, liegt der HCD doch weiterhin auf dem guten vierten Rang und weist – gemessen an Punkten pro Spiel – immer noch die beste Bilanz der National League auf. Zurücklehnen darf sich der Rekordmeister aber nicht, zu eng ist die Liga in diesem Jahr. Auf den Playoff-Strich hat Davos – je nach Perspektive «nur» oder «immerhin» – 13 Punkte Reserve. 

8. Sorgenkind Boxplay

Sucht man eine Schwäche im Team des HC Davos 2019/20, dann ist es nach 21 Spielen zweifellos das Boxplay. In Unterzahl hat der HCD bereits 22 Gegentreffer kassiert, die Penalty-Killing-Quote von 69% erfolgreichem Boxplay-Spiel ist die schwächste der Liga. Auch am Wochenende gab es in Unterzahl wieder drei Gegentreffer.

9. Trümpfe stachen für einmal nicht

Nur drei Tore in 125 Minuten – das ist die magere Ausbeute der Davoser Offensiv-Abteilung an diesem Wochenende. Von den zehn besten Skorern trafen nur die Nummer 2, Mattias Tedenby, die Nummer 3, Aaron Palushaj, und die Nummer 10, Verteidiger Felicien DuBois. Bester interner Skorer beim HCD ist weiterhin Perttu Lindgren mit starken 24 Punkten in 21 Spielen. Zur internen Skorerliste gehts hier.

10. Die nächste Chance folgt

Der HCD erhält umgehend Gelegenheit, auf die Siegesstrasse zurückzukehren: Bereits am Dienstagabend empfangen die Bündner um 19.45 Uhr in der Davoser Eissporthalle die SCL Tigers.

 

Die Spiel-Highlights vom Wochenende

 

 

 

(Bild: Screenshot MySports)