Alligator Malans hat sich im Cup-Achtelfinal beim Kantonsrivalen Chur dank vier Toren von Jarkko Nurmela und einem geschlossenen Aufbäumen im Schlussdrittel knapp mit 6:4 durchgesetzt. 

Vierzig Minuten lang war die Qualifikation für den Viertelfinal alles andere als gesichert – Chur liess mit einer starken Defensive und viel Leidenschaft die unkonzentriert wirkenden Malanser Bemühungen verpuffen. In der 46. Spielminute erzielte Verteidiger Claudio Flütsch im Churer Slot freistehend den Ausgleich zum 4:4. Es war dies die Torpremiere in der ersten Mannschaft für den jungen Verteidiger und gleichzeitig eine Art Erlösung für die zuvor fahrigen Malanser. Endlich konnte der Ball in den eigenen Reihen behauptet und Chur spielerisch unter Druck gesetzt werden. Eine Folge davon war, dass sich Kevin Nylund in der Offensive energisch durchsetzen konnte und nur durch ein Foul gestoppt werden konnte. Das zwingende Powerplay bot einen Lattenknaller von Lukas Veltsmid und anschliessend das Game-Winning-Goal durch Jarkko Nurmela. «Wir sind im letzten Drittel mental ins Spiel gewachsen, zuvor hatten wir Mühe, Ball und Gegner zu kontrollieren», meinte der vierfache Torschütze nach dem Spiel. 

Churs Blitzstart, Nurmelas Konter

Das Spiel begann für Malans vor 537 Zuschauern schlecht, Chur startete mit viel Elan und konnte rasch durch Hyrkkönen in Führung gehen. Die Alligatoren blieben bis zur ersten zusammenhängenden Aktion in der 5. Minute zahm und berechenbar. Dem ersten Tor von Nurmela folgte sogleich das Zweite – die Herrschäftler schienen in der achten Minute im Spiel angekommen zu sein. Schienen, weil sowohl die erste wie auch die dritte Formation keine Mittel gegen die hart und organisiert spielende Churer Defensive fand. Viele Stockfehler und Fehlpässe luden die Hauptstädter immer wieder zu Gegenstössen ein. Torhüter Jonas Wittwer war gefordert. Der Churer Ausgleich fiel in Malanser Unterzahl durch Blomberg und nach der ersten Pause profitierte Stucki von gravierenden Fehlern in der Malanser Defensive. 3:2 stand es nach 24. Minuten, das Momentum lag bei Chur, das die Räume und Passoptionen für die Alligatoren nun noch enger machte. Einzelne Chancen wurden durch den starken Christoph Reich im Churer Tor vereitelt. Als das starke Churer Powerplay in der 29. Minute erneut reüssierte und Malans erstmals mit zwei Toren ins Hintertreffen geriet, war ein Weckruf gefordert.

Und dann erwachte das Publikum auch auf Malanser Seite und es entstand ein tolle Derby-Atmosphäre. Als Berry im Powerplay für Nurmelas Anschlusstreffer auflegte war die zweite Pause nicht mehr weit. Und dort wurden offenbar die rechten Worte gefunden. Jarkko Nurmela: «Es war ein hartes Spiel, ein Derby eben. Wir mussten nach 40 Minuten auf die widrigen Umstände reagieren, geduldiger mit dem Ball umgehen. Morgen fahren wir nach Uster – mit einer gestärkten Mentalität nach dem heutigen Sieg.»

 

(Bild: Vierfachtorschütze Jarkko Nurmela/zVg./Erwin Keller)