Was für ein Spiel! Der HC Davos hat am Samstagabend in Lausanne souverän mit 7:1 gewonnen. Ein hochverdienter Kantersieg, den in dieser Form wohl niemand erwartet hätte. 

Die Bündner zeigten das bislang beste Spiel unter Neo-Trainer Christian Wohlwend und liessen den Gastgebern aus Lausanne vor 7776 Zuschauern keine Chance. Von der ersten Minute an übernahm der Rekordmeister das Zepter: Mattias Tedenby scheiterte in der 2. Minute nur am Pfosten, in der 10. Minute holte der Schwede im Powerplay den Führungstreffer nach schöner Vorbereitung von Andres Ambühl und Perttu Lindgren nach.
 
Im zweiten Drittel klappte es für die überlegenen Bündner dann auch besser mit der Chancenauswertung: Otso Rantakari traf 69 Sekunden nach Wiederanpfiff zum 2:0 (Assists Lindgren, Enzo Corvi), Verteidiger-Kollege Sven Jung doppelte eine Minute später zum 3:0 nach. Davos liess auch in der Folge nicht nach, war spritziger, entschlossener und disziplinierter als das zunehmend frustrierte Lausanne. Mit dem 3. Powerplaytreffer des Abends durch Rantakari sowie dem 5:0 von Marc Wieser kurz vor der zweiten Pause war das Spiel entschieden.

Perttu Lindgrens Extraklasse

Ein Extralob gebührt Perttu Lindgren, der bei den ersten fünf Toren vier sehenswerte Assists verbuchte und nach seinen langwierigen Verletzungssorgen und seinem Comeback in der letzten Saison offenbar wieder an seine besten Zeiten anknüpfen kann. Der starke Saisonstart des Finnen ist neben dem engagierten und physisch bereiten Gesamteindruck des HC Davos etwas, was zurecht den Optimismus der HCD-Fans befeuert.   

Herzogs erstes Tor in gelb-blau

Auch im Schlussdrittel zog Davos die Pace durch und kam zu zwei weiteren Toren: Yannick Frehner (Assists Thierrry Bader) und Fabrice Herzog (Assists Bader, Marc Wieser) schossen ihre ersten Saisontore für den HCD. In der Tabelle liegt Davos nach vier Spielen zwar weiterhin unter dem Strich, angesichts der grossen Differenz an bereits gespielten Partien bedeutet dies allerdings relativ wenig: Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen (nach kompetitiven Spielen in Zürich und Biel) in vier Auswärtsspielen darf der Saisonstart für Davos durchaus als gelungen bezeichnet werden. 

 

(Bild: Screenshot MySports)