Alligator Malans hat im vierten Spiel der Unihockey-Playoffs vor 900 Zuschauer in der Turnhalle Lust in Maienfeld gegen Qualifikationssieger Grasshoppers eine empfindliche 6:8-Niederlage einstecken müssen. Damit liegen die Herrschäftler in der Best-of-7-Serie mit 1:3 hinten und müssten nun – neben einem Heimsieg – auch zweimal auswärts gewinnen, um doch noch in den Final einzuziehen. Bei den Frauen hingegen ist Piranha Chur nach einem 9:4-Heimsieg gegen Skorpion Emmental Zollbrück auf dem besten Weg, den Schweizer Final wieder zu erreichen. In der Best-of-Five-Serie liegt der Serienmeister nun mit 2:1 vorne. 

 

900 Zuschauer wollten sich das Spiel ansehen, das live auf SRF gezeigt wurde. Und es wurde der erhoffte Krimi – leider nicht mit dem für Alligator gewünschten Ausgang. GC legte vor im ersten Drittel mit einer 4:1-Führung den Grundstein für den dritten Sieg im vierten Halbfinal. Malans gab allerdings nicht und verkürzte den Rückstand im Mitteldrittel auf 4:6. Bitter: Das 2:5 war ein kurios unnötiges Eigentor von Christoph Camenisch.  

Die Hypothek war letztlich zu gross, immer wenn die Bündner trafen, reagierten die Zürcher mit einem neuerlichen Dreitore-Vorsprung. Bis zum Schlussdrittel: In der 42. Minute erzielte Simon Nett den Anschlusstreffer zum 5:6, alles schien wieder möglich, zumal die Alligatoren kurz darauf zu einem Powerplay kamen.

Mehr als ein Pfostenschuss resultierte in dieser Druckphase der Malanser aber nicht. Obwohl GC in den Seilen zu hängen schien, verteidigten sie den kleinen Vorsprung bis in die Schlussminute und machten dann mit zwei Empty-Nettern in der Schlussminute alles klar. Das 6:8 durch Remo Buchli in der Schlusssirene wr nur noch Resultatkosmetik. 

Aufgeben werden die Malanser nach der dritten Niederlage natürlich nicht, zu nahe war man bei allen Niederlagen an einem Sieg gewesen. «Wir kämpfen alle zusammen als Team und geben nie auf. Wir wissen und haben gezeigt, dass wir auch gegen GC grosse Rückstände jederzeit aufholen können. Die Serie ist noch nicht entschieden», meinte der dreifache Torschütze Oscar Elfsberg gegenüber der offiziellen Alligator-Webseite. «Es war ein gewaltiges Erlebnis für uns und wohl auch für die Zuschauer in der Halle und am TV. Schade konnten wir ihnen kein besseres Spiel zeigen. Wir schenkten GC viele einfache Tore, mussten ständig einem Rückstand nachjagen. Erst im letzten Drittel konnten wir das Spiel kontrollieren», so der Stürmer. Das nächste Spiel findet kommenden Samstag in Zürich statt.  

Der Spielbericht auf SRF gibts hier.

 

(Bilder: Screenshot SRF)