GC bricht Malanser Herzen gleich doppelt

Bitteres Wochenende für Alligator Malans: Im Cup-Halbfinal unterlagen die Bündner den Grasshoppers erst im Penaltyschiessen mit 5:6 und haben damit den Finaleinzug verpasst. Nicht einmal 24 Stunden später verloren die Herrschäftler erneut vor eigenem Anhang gegen denselben Gegner in der NLA-Meisterschaft – diesmal mit 4:5.

Stolze 894 Zuschauer wollten am Samstagabend in der Turnhalle Lust in Maienfeld den Cup-Halbfinal zwischen Alligator und den Grasshoppers sehen. Und sie wurden nicht enttäuscht, schlugen doch beide Teams im ersten Drittel ein enormes Tempo an. Das Spiel stand von Beginn weg auf Messers Schneide, die Gäste gingen dreimal in Führung, nur um stets wieder den Ausgleich einzustecken. Als schliesslich Daniel Karlander die Alligatoren in der 42. Minute erstmals mit 4:3 in Front schoss, kochte die Turnhalle Lust, doch nur zwei Minuten später hatte GC bereits wieder ausgeglichen und für Ruhe in der Halle gesorgt. Das Spiel musste in die Verlängerung, wo die Bündner Glück hatten, dass das vermeintliche Siegtor der Grasshoppers aberkannt wurde – die Schlusssirene war kurz zuvor bereits ertönt. Passend zum Spiel ging dann auch das Penaltyschiessen in die Verlängerung, nach je fünf Schützen stand es 2:2. Kevin Berry, der beim ersten Durchgang noch getroffen hatte, verschoss beim zweiten Mal, GCs Emil Julkunen verwertete und zerstörte die Cupfinal-Träume der Malanser.

 

Gleiches Bild gestern Sonntag, wenn auch vor ungleich kleinerer Kulisse: 461 Fans liessen sich dieselbe Affiché nicht entgehen – und wurden gleich nochmals «bestraft»: Nach zwei Dritteln war das Spiel beim Stand von 3:3 noch völlig offen, und selbst nach einem Doppelschlag der Grasshoppers zu Beginn des Schlussdrittels gaben sich die Bündner nicht geschlagen und kämpften sich bis zur 53. Minute zurück. Ausgerechnet der Ex-Malanser Claudio Laely war es, der nur Sekunden nach dem Ausgleich der Malanser den Siegtreffer zum 6:5 für den unangefochtenen NLA-Leader aus Zürich markierte.

Für Alligator Malans blieb nur der Frust: Nach dem Cup-Out mussten die Herrschäftler nach der sonntäglichen Niederlage auch den Anschluss zum Spitzentrio GC,  Köniz und Wiler Ersigen abreissen lassen.

Chur Unihockey niedergerungen

Das zweitplatzierte Köniz hatte am Sonntag gegen Chur Unihockey bis zur Spielhälfte hart zu kämpfen, brach den unentschiedenen Spielstand dann aber mit zwei späten Toren im Mitteldrittel zum 4:2. Am Ende konnten die Bündner im Angriff zu wenig bewegen und mussten sich mit 2:5 geschlagen geben. Im Kampf um die Playoffs haben sie noch zwei Punkte Reserve auf das neuntplatzierte Rychenberg Winterthur.

Piranha standesgemäss

Einen standesgemässen Sieg feierte Piranha Chur in der NLA der Frauen: Beim 6:3-Auswärtssieg bei Rychenberg Winterthur machten die Churerinnen mit fünf Toren – von fünf unterschiedlichen Torschützen geschossen – bereits im Startdrittel alles klar. Piranha steht damit auch nach 14 Spielen verlustpunktlos an der NLA-Tabellenspitze. 

Blau-Gelb Cazis wieder im Ligacup-Final

Feiern konnte am Wochenende auch Blau-Gelb Cazis. Im Halbfinal siegten sie gegen den Final-Gegner des Vorjahres Kappelen auswärts mit 10:7 und treffen im Endspiel am 23. Februar auf Nuglar United.  

 

(Bild: Facebook Alligator Malans)

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