In Thusis ist es am Samstagabend zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus gekommen. Die im Einsatz stehenden Feuerwehren konnten ein Übergreifen des Brandherdes auf mehrere Wohnungen verhindern. 14 Personen wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ärztliche Obhut gebracht.

Um 16.28 Uhr ging bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei die Meldung ein, dass am Silserweg in Thusis bei einem Mehrfamilienhaus starke Rauchentwicklung festgestellt werden konnte. Der Brandherd war im Schlafzimmer einer Wohnung im ersten Stock, in welcher die Mieter nicht anwesend waren. Die starke Rauchentwicklung im Treppenhaus der Liegenschaft verhinderte, dass die anderen Bewohner auf ordentlichem Weg das Gebäude verlassen konnten. Die Gesamtfeuerwehr Thusis und Innerheinzenberg war mit 55 Einsatzkräften zum Schadenplatz ausgerückt. Durch ihren Einsatz konnten die Hausbewohner mittels Hubretter und Leitern über die Balkone evakuiert werden. Acht Personen wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital Thusis eingeliefert, konnten dieses aber gleichentags wieder verlassen. Ein Kleinkind wurde zur Kontrolle mit der Ambulanz nach Chur ins Kantonspital Graubünden gebracht. Einige Bewohner des Hauses konnten vor Ort ambulant behandelt werden. Im Einsatz standen neben der Feuerwehr und der Kantonspolizei auch zwei Ambulanzcrews von Thusis und Chur, der Samariterverein Thusis, sowie ein örtlicher Arzt. Die Brandursache wird durch die Brandermittlung der Kantonspolizei abgeklärt. Der Sachschaden kann zurzeit noch nicht beziffert werden.

(Kantonspolizei Graubünden, 7.10.2018)