Der erste RhB-Capricorn heisst «Piz Ela»

Am Freitag wurde in Filisur der erste der neuen Capricorn-Triebzüge der Rhätischen Bahn (RhB) offiziell getauft. Das Fahrzeug 3111 erhielt den Namen «Piz Ela». Taufpaten waren Regierungsrat Marcus Caduff und Luzi C. Schutz, Gemeindepräsident von Bergün Filisur. Mit dem Corona-bedingt kleinen Festakt wurden auch die Erlebnistage am Wahrzeichen Graubündens eröffnet.  

Alle Fahrzeuge der Capricorn-Flotte – die RhB hat insgesamt 56 dieser vierteiligen Triebzüge bei Stadler bestellt –, werden nach Bündner Bergen benannt. Dies als Reverenz an den Lebensraum des Steinbocks, der sich zahlreich in den Bündner Bergen tummelt. Der Name «Capricorn», Rätoromanisch für Steinbock, wurde anlässlich eines öffentlichen Wettbewerbs vor zwei Jahren erkoren. Über 1 800 Personen hatten sich am Wettbewerb beteiligt.

Capricorn-Triebzüge im Einsatz

Mit einem Auftragswert von 534 Millionen Franken ist der Kauf der Capricorn-Triebzüge das grösste Beschaffungsprojekt in der Geschichte der RhB. Durch eine sukzessive Inbetrieb- nahme der 56 Fahrzeuge kann gewährleistet werden, dass auf dem ganzen Stammnetz der RhB den Kundenanforderungen entsprechendes, modernes und behindertengerechtes Rollmaterial unterwegs ist. Bis heute sind zehn neue Capricorn-Triebzüge bei der RhB eingetroffen. Vier sind in Betrieb, zwei werden für die Lokführerschulungen eingesetzt und vier befinden sich in der Inbetriebsetzung, resp. im Typentest und der Netzabnahme. Auf dem RhB-Streckennetz trifft man den Capricorn aktuell am häufigsten zwischen Davos – Filisur, Davos – Klosters, Landquart – Davos und ab und zu im S-Bahn-Betrieb im Churer Rheintal an. Bis Sommer 2021 werden alle Züge zwischen Landquart – Davos – Filisur mit dem Capricorn geführt. Bis Ende 2024 werden gemäss heutiger Planung alle 56 Capricorn-Triebzüge in Betrieb sein. 

 

 

Erlebnistage am Wahrzeichen Graubündens
Rund um den weltberühmten Landwasserviadukt der RhB entsteht die Landwasserwelt. Es wird ein Themen- und Erlebnisraum geschaffen, der die Bahnkultur vom UNESCO Welterbe RhB mit der Natur und Kulturlandschaft des Albula- und Landwassertales und des Parc Ela verbindet. Die Landwasserwelt soll in den kommenden Jahren schrittweise realisiert werden. Vom 10. bis 18. Oktober 2020 wird mit ersten Angeboten und Attraktionen anlässlich der «Erlebnistage am Wahrzeichen Graubündens» veranschaulicht, wie sich die Landwas- serwelt dereinst präsentieren könnte. Auf Familien, Bahn-, Kultur- und Naturinteressierte wartet ein abwechslungsreiches Programm. 

 

(Archivbild: RhB Capricorn/swiss-image.ch/Photo Andy Mettler/zVg.)