Ariella Käslin hat als erste Schweizer Turnerin eine Medaille bei einem internationalen Grossanlass gewonnen. Nun nimmt sie ein neue Herausforderung in Angriff: Gemeinsam mit ihrem Partner Oliver Friedrich wird sie die Destination Davos Klosters beim Swiss Epic in Graubünden vertreten.

Ariella Käslin ist bekannt für ihren Ehrgeiz und die konzentrierte Art, sich an Herausforderungen zu wagen: als ehemalige Schweizer Kunstturnerin nennt sie diverse Gold-/Silber-/Bronzemedaillen an Welt- und Europameisterschaften ihr Eigen. Seit ihrem Rücktritt im Jahr 2011 hat sich Käslin auf andere Sportarten konzentriert, die sie mit viel Freude ausübt. Dazu gehören insbesondere Triathlon, Rudern und das Mountainbiken. Letzteres hat im Jahr 2020 höchste Priorität: Gemeinsam mit ihrem Partner Oliver Friedrich wird sie das fünftägige Mountainbike Etappenrennen Swiss Epic in Graubünden für die Destination Davos Klosters bestreiten. Von Laax über Arosa nach Davos gilt es während fünf Tagen, 320 Kilometer und 12’250 Höhenmeter zu bewältigen.

Trotz ihrer sportlichen Vielseitigkeit war es für sie kein leichter Weg. „Nach 20 Jahren Turnen in der Halle treibe ich nun gerne Sport in der Natur. Der Einstieg ins Mountainbiken war jedoch schwer“, gestand Käslin. „Als Turnerin war meine maximale Sauerstoffaufnahme beschränkt. Das Training für Ausdauersportarten war ungewohnt. Ausserdem muss ich gestehen, dass ich anfangs wirklich Angst davor hatte, beim Mountainbiken bergab zu fahren. Währenddem das Sprungpferd und die Barren im Turnen immer gleich sind, sind die Trails sehr unterschiedlich und bergen immer neue Herausforderungen. Es ist jedoch ein überwältigendes Gefühl, einen Aufstieg auf 2000 Meter über Meer zu meistern und dann in einer schönen Berghütte einen Kaffee geniessen zu dürfen.“

Nachdem Käslin in ihrer Karriere stets einen strukturierten Tagesablauf hatte, schätzt sie es umso mehr, die Vorbereitung für das Swiss Epic in Graubünden etwas entspannter anzugehen. „Ich habe keinen konkreten Trainingsplan, ich trainiere einfach, wie es mir gefällt“, meint sie lachend. „Der Spassfaktor und die Freude am Erklimmen der Berge stehen im Vordergrund. Ich bin jeden Tag sportlich aktiv, sei dies auf dem Mountainbike, dem Rennrad, beim Joggen oder beim Crossfit. Alle diese Aktivitäten machen mir unglaublich viel Spass. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass meine Kondition ausreicht, um das Swiss Epic erfolgreich zu bestreiten.“

Diesen Enthusiasmus wird Käslin auch in das Rennen mitnehmen. „Ich freue mich darauf, die Strecken mit so vielen ambitionierten Mountainbikern zu teilen und die schönen Landschaften Graubündens zu geniessen“, so Käslin. „Vor allem aber freue ich mich darauf, meine Lieblingsstrecke zu fahren: Den Panoramaweg in Davos!“

Beim Swiss Epic in Graubünden werden vom 18.-22. August 250 Zweierteams am Start stehen. Mehr Informationen über das Rennen finden Sie unter www.swiss-epic.com.

(Bild: Swiss Epic)