Per 10. Juli 2020 nimmt auf der Lenzerheide die Sesselbahn Weisshornspeed den Sommerbetrieb auf. Eine Ausnahmebewilligung des Bundesamts für Verkehr stellt die Inbetriebnahme der bisher ausschliesslichen Winter-Transportbahn für die Sommersaison 2020 sicher.  

Die Lenzerheide Bergbahnen AG (LBB AG) freut sich über den positiven Bescheid des Bundesamts für Verkehr, der eine Ausnahmebewilligung für die Inbetriebnahme der Sesselbahn Weisshornspeed für die Sommersaison 2020 enthält. Eine Inbetriebnahme der Sesselbahn Weisshornspeed ist schon länger Thema und wurde als Folge der COVID-19-Pandemie fokussiert. Sie soll vor allem die Pendelbahn Rothorn 2 entlasten, die während der vergangenen Sommersaisons sehr stark ausgelastet war und ein Nadelöhr im Sommergebiet rund um Arosa Lenzerheide darstellt. Durch die Inbetriebnahme der Sesselbahn Weisshornspeed können die Kapazitätsbeschränkungen bei der Pendelbahn Rothorn 2 an Tagen mit hohem Gästeaufkommen besser aufgefangen werden. Aktuell wird geprüft, ob bei der Neukonzessionierung auf die Sommersaison 2021 eine dauerhafte Lösung umgesetzt werden kann.

Neue Möglichkeiten für Wanderer und Biker

Die Sesselbahn Weisshornspeed erleichtert für Wanderer die Verbindung zur Urdenbahn und ermöglicht auch eine neue Rundtour mit Bahn über das Rothorn. Für die Biker besteht die Möglichkeit, mit nur 36 zusätzlichen Höhenmetern den Älplisee Trail nach Arosa zu erreichen. Ebenso ist es möglich, auf die neuen Trails Urdenfürggli Twister und Motta Express zu können. So wird nicht nur die Verbindung nach Arosa verbessert, sondern auch die Möglichkeiten erweitert, was auch zu einer Entlastung im Bikepark führen wird.

Eine zusätzliche Sommer-Investition

Für die Inbetriebnahme müssen zusätzlich Podeste für den Verlad montiert werden. Ebenso werden die Sessel umgerüstet. Dies betrifft insbesondere die Demontage der Hauben. Da erst kürzlich bei der Sesselbahn Scalottas ein neues Bike-Transportsystem eingeführt wurde, kann bei der Sesselbahn Weisshornspeed die alte Vorrichtung weitergenutzt werden. In Anbetracht dessen, dass Kosten im Betrieb für das Personal sowie Strom anfallen, handelt es sich um eine zusätzliche Sommer-Investition. Der positive Effekt, vor allem in Bezug auf die Reduzierung von Wartezeiten bei der Pendelbahn Rothorn 2, steht bei der Kosten-Nutzen-Abwägung aber im Vordergrund, schreiben die Bergbahnen in einer Medienmitteilung.

 

(Bild: zVg./Balz Weber)