Zuallererst möchte ich allen danken, die bei uns (zweit-)heimisch sind. Wir wissen es sehr zu schätzen, dass Sie in dieser herausfordernden Zeit dem Kanton Graubünden die Treue gehalten haben. COVID-19 hat einmal mehr gezeigt, welche zentrale Bedeutung die Zweitheimischen für die Bündner Tourismusdestinationen haben.

 

Die bessere Integration der Zweitwohnungsbesitzer ist für mich als Geschäftsführer von Surselva Tourismus ein wichtiges Anliegen. Die Zweitheimischen – wie sie gemäss der IG Zweitwohnungsbesitzer genannt werden möchten – spielen nicht nur in der Surselva eine wichtige Rolle, dies ist auch gesamtkantonal der Fall. In der Destination Surselva haben wir aktuell ca. 5100 Zweitwohnungseigentümer. Von den Logiernächten her machen diese den Grossteil aus.

 

Damit sich die Zweitheimischen bei uns wohlfühlen, sind in erster Linie die Gemeinden und wir Tourismusdestinationen in der Verantwortung. Wir wissen, dass wir in der Pflicht stehen und es in unserem ureigensten Interesse ist, dass wir alles dafür tun, damit die Zweitheimischen glücklich sind. Dies machen wir zum Beispiel mit der Durchführung von exklusiven und speziellen Veranstaltungen für Zweitheimischen. Und wir haben ein Belohnungssystem aufgebaut, mit speziellen Angeboten, die wir für unsere Zweitheimischen ausgesuchten haben.

 

Für uns ist es aber auch sehr wichtig, dass wir einen regelmässigen und institutionalisierten Austausch mit den Zweitheimischen-Vereinen haben, von denen es in der Surselva mehrere gibt. Die IG Zweitwohnungsbesitzer Sektion Surselva, ist über die ganze Tourismusdestination Surselva organisiert. Mit der IGZWB pflegen wir einen regelmässigen Austausch und treffen uns 3- bis 4-mal pro Jahr mit dem Vorstand. An diesem Austausch präsentiert uns der Vorstand die Anliegen und Verbesserungswünsche seiner Mitglieder. Wir diskutieren diese und wo immer möglich versuchen wir uns zu verbessern und Lösungen anzubieten. Die Interessensgemeinschaften der Zweitwohnungsbesitzer sind für uns wichtige und wertvolle Sparringpartner. Auch habe ich seit meinem Amtsantritt an jeder Veranstaltung der Zweitheimischen-Vereine teilgenommen, zu der ich eingeladen war. Es ist wichtig, dass die Verantwortlichen der Tourismusdestinationen und der Gemeinden den direkten Kontakt mit den Zweitheimischen suchen und sich auch kritischen Fragen stellen. Nur so kommen wir vorwärts.

 

Im Wissen darum, dass in erster Linie die Gemeinden und wir Tourismusdestinationen in der Pflicht stehen, finde ich es dennoch richtig und wichtig, dass sich auch der Kanton mit den Anliegen der Zweitheimischen auseinandersetzt. Aus diesem Grund habe ich mich sehr gefreut, dass Grossratskollege Oliver Hohl einen Auftrag eingereicht hat, welcher den Titel «Bessere Integration der Zweitwohnungsbesitzer in Graubünden» trägt. Der Grosse Rat hat diesen Auftrag in der Junisession behandelt. Das Kantonsparlament hat die Gelegenheit genutzt, um den Zweitheimischen für ihre Treue in dieser schwierigen Zeit zu danken und sie zu würdigen. Die Zweitheimischen haben nämlich einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass wir in Graubünden die wirtschaftlichen Folgen von COVID-19 bisher abfedern konnten. Und ich bin überzeugt, dass die Zweitheimischen auch in Zukunft eine wichtige Rolle für die Überwindung der COVID-19-Folgen und die Weiterentwicklung des Tourismus spielen werden. Wenn Sie mein Votum im Grossen Rat interessiert, dann können Sie dieses im folgenden Videostream anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=9IXl35qZ3Kk.

 

Danke, liebe Zweitheimischen, dass sie unsere Gäste sind. Ich wünsche Ihnen allen wunderbare Sommerferien 2020 in den Bündner Bergen. Die Bündner Tourismusdestinationen werden alles dafür tun, dass Sie einen unvergesslichen Bergsommer erleben können.

Die Tourismus-Total-Expertenrunde von GRHeute berichtet einmal wöchentlich über aktuelle Tourismusthemen für Graubünden. Heute für Sie unverblümt und direkt von der Front: Kevin Brunold, Geschäftsführer der Surselva Tourismus AG.

(Bild: zVg)