Die ursprünglich an der WM geplante Auslosung fand aufgrund der Corona-Situation letzte Woche digital statt. Ausgelost wurden die Sechzehntelfinal-Paarungen, die am 6. oder 7. Oktober, bzw. die Rückrunde am 13. oder 14. Oktober ausgetragen werden. Der HCD erhielt mit den Vienna Capitals ein schwieriger, aber machbarer Gegner zugelost. Ein Blick aufs Champions-League-Tableau macht Lust auf mehr….

Die Champions Hockey League 2020/21 startet direkt mit K.-o.-Spielen, wobei bis zum Halbfinale Hin- und Rückspiele ausgetragen werden. Für die Auslosung wurden alle qualifizierten Mannschaften aufgrund ihrer Leistungen in den nationalen Ligen und der Klassierung der jeweiligen nationalen Liga in der CHL-Ligen-Rangliste in zwei Töpfe eingeteilt. 

Einfache Gegner gibt es in der Phase der qualifizierten 32 europäischen Top-Teams eh keine mehr, in der ersten Runde hätte es den HCD aber schwerer treffen können. Als Qualifikationsdritter war auch Davos in Topf 1 gesetzt und bekam die Vienna Capitals zugelost. Der zweifache österreichische Meister (2005, 2017) beendete die letzte Saison in Österreich auf Platz 2 hinter Salzburg. Das Team wird auf jeden Fall als echte Herausforderung eingestuft, auch wenn die österreichische Liga nicht mit jener in der Schweiz mithalten kann. Viele Experten sind aber der Meinung, dass die Austria-Topteams auch in der Schweizer Liga durchaus mitreden könnten. «In der Champions Hockey League warten Jahr für Jahr nur die besten Teams Europas. Der HC Davos ist natürlich ein wahrer Leckerbissen und gehört zu den traditionsreichsten Vereinen im Bewerb. Wir freuen uns sehr auf die beiden Duelle in Wien und Davos», so Franz Kalla, General Manager der spusu Vienna Capitals auf der Webseite der Caps. Besonders freit man sich in der Hauptstadt auf das Treffen mit dem Davoser Shooting Star der letzten Saison, Benjamin Baumgartner. Immerhin wurde er letzte Saison zu «Österreichs Eishockey-Spieler des Jahres» gewählt.

 

Sportchef Raeto Raffainer freute sich gegenüber der HCD-Webseite ebenfalls auf die internationalen Begegnungen: «Zuerst einmal sind wir einfach glücklich, dass der HCD wieder europäisch mitspielen kann. Mit Wien haben wir ein spannendes Team zugelost bekommen, ein Team mit vielen Nationalspielern und neben Salzburg das Top-Team in Österreich. Wir freuen uns sehr auf dieses Duell.»

Übrigens: Der EV Zug und die ZSC Lions spielen in derselben Tableau-Hälfte wie der HCD – schweizerische Direktvergleiche in der Champions League wären nächste Saison somit möglich. Dazu müsste der HCD aber nicht nur die Hürde Vienna Capitals meistern, sondern im Viertelfinal auch den Gewinner des Duells Färjestad – Cardiff ausschalten. Vor allem der schwedische, mehrfache Spengler-Cup-Teilnehmer dürfte eine harte Nuss sein. Gelänge es Davos aber, auch diese Hürde zu knacken, wäre ein Schweizer Duell im Viertelfinal sehr gut möglich.  

(Archivbild: GRHeute/Champions Hockey League)