Die Velostadt Chur und die Gemeinde Trimmis haben mit dem Veloweg von Chur nach Trimmis einen weiteren grossen Schritt für ein gemeindeübergreifendes Veloverkehrs- Netz umgesetzt. Nun wurde das Projekt mit einem Anerkennungspreis Prix Velo Infrastruktur 2020 ausgezeichnet.

Bei Pro Velo Schweiz sind 40 Projekte eingegangen. Vier Anerkennungspreise wurden vergeben, wovon drei in die Romandie. Die Agglomeration Chur hat als einziges deutschschweizer Projekt einen Anerkennungspreis gewonnen. Der Hauptpreis wurde für das Konzept Velo-Offensive an die Stadt Bern vergeben.

Die beiden Gemeinden Chur und Trimmis freuen sich sehr über den Anerkennungspreis für den 3.2 Kilometer langen Weg. Damit das hohe Potential dieser Veloverbindung ausgeschöpft werden konnte, wurde sie sicher, komfortabel und allwettertauglich ausgeführt. Der Radweg beginnt Ende Cadonaustrasse am nördlichen Siedlungsrand von Chur und führt über eine Neutrassierung mit einem Asphaltbelag unterhalb der Waisenhausgüter zum Blutmarchweg in den Fürstenwald. Durch den Wald bis zur Maschänserrüfe wurde ein bestehender Waldweg genutzt. Die Maschänserrüfe wird mit einer „rüfentauglichen“ Brückenkonstruktion überquert. Anschliessend verläuft der Radweg über den Trimmiser Mittelweg. Als Teil des Inventars der historischen Verkehrswege der Schweiz (IVS) kommt diesem besonderen Schutz zu. Der Fahrbahnaufbau hingegen durfte mit einer Neuchaussierung für die Velonutzung optimiert werden.

Bauherren sind die beiden Gemeinden Chur und Trimmis, auf deren Gemeindegebiet die neue Verbindung ungefähr je hälftig verläuft. Die Wegverbindung führt über den bereits vorhandenen Blutmarchweg im Gebiet Waisenhausgüter, welcher als Name für die gesamte Wegführung dient. Bis 1903 war der alte Weg zwischen den Gemeinden mit „Blutmarchen“ gekennzeichnet.

Das Radwegprojekt mit Kosten von total 2.10 Mio. Franken wurde vom Departement Bau Planung Umwelt unter der Federführung der Tiefbaudienste der Stadt Chur in Zusammenarbeit

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mit dem Tiefbauamt Graubünden, Abteilung Langsamverkehr, ausgearbeitet. Der Kanton leistete ausserdem einen finanziellen Beitrag von 972’000 Franken. Der Bund steuert im Rahmen des Agglomerationsprogramms einen Beitrag von 712’000 Franken bei. Die Restkosten von 416’000 Franken teilen sich die beiden Gemeinden Chur und Trimmis.

Mit dieser neuen Veloverbindung über die Stadtgrenze hinaus wird den Ansprüchen der Velofahrenden für eine alltagstaugliche Verbindung entsprochen und das Umsteigen vom motorisierten Verkehr auf das Velo gefördert. Dieser Anerkennungspreis ist die Bestätigung, dass die „Arbeitsgruppe Velostadt Chur“, bestehend aus den Hochbaudiensten, Grün und Werkbetrieb, Stadtpolizei, Pro Velo Graubünden, Tiefbauamt Graubünden, Fachstelle Langsamverkehr, unter Federführung der Tiefbaudienste, auf dem richtigen Weg ist.

Weitere Projekte bezüglich Velomassnahmen sind in Chur bereits in Ausführung oder in Planung und im Rahmen des Agglomerationsprogramms 4 sind diverse attraktive Veloverbindungen geplant. Wegen COVID-19 kann die offizielle Preisübergabe an die Preisträger erst im Herbst 2020 stattfinden.

Auf dem Weg zur „Velostadt Chur“ möchte die Stadt den Veloanteil nochmals erhöhen. Dies soll insbesondere durch attraktive, sichere und durchgehende Veloinfrastrukturen erreicht werden.

(Quelle: Stadtkanzlei Chur)