Bereits zum dritten Mal findet diesen Sommer die ART SAFIENTAL-Biennale für Land and Environmental Art statt. Rund 15 nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler erschaffen im Dialog mit der Landschaft und im Aussenraum temporäre Werke, die im ganzen Safiental im Naturpark Beverin vom 18. Juli bis 1. November 2020 frei und unentgeltlich erwandert werden können.

 

Als vor über einem Jahr das Thema «Analog-Digital» gewählt wurde, das sich dem Zusammenspiel von Natur und digitaler Welt und Technik widmet, konnte niemand ahnen, dass wir derzeit von einer derart einschneidenden Pandemie heimgesucht werden, die neben viel Leid und Unannehmlichkeiten aber auch Innovationsschübe mitverantwortet, wie etwa im Bereich der Digitalisierung.

Organisatorisch hinterlässt der Corona-Virus Spuren auch bei uns Spuren. So startet die Ausstellung etwas später und vorerst ohne grosse Eröffnungsevents, die Ausstellung und Werke können aber in Kleingruppen voraussichtlich uneingeschränkt besucht werden. Die meisten Werke sind per ÖV erreichbar, oft gilt es aber die letzte Strecke zu Fuss zurück zu legen, was auch mal 30 bis 90 Minuten pro Werk bedeuten kann. Ein Kurzführer mit einer Übersichtskarte, Werk-Tafeln vor Ort und eine begleitende Webseite helfen bei der Vermittlung. Wer alle Werke der Biennale besuchen möchte, sollte mindestens zwei Tage einplanen.

In diesem besonderen Sommer, wo Ferien in der Schweiz im Fokus stehen, bietet die Art Safiental für BesucherInnen von nah und fern attraktive Angebote – vom Tagesausflug bis hin zum mehrtätigen Aufenthalt in Kombination mit Wanderungen, lokaler Küche und Alpenwellness.

 

KünstlerInnen Art Safiental 2020: Nancy Baker Cahill (US), James Bridle (UK), Com&Com (CH), Fragmentin (CH), HR Fricker (CH), Frölicher / Bietenhader (CH), Denis Handschin (CH), Bruno Jakob (US/CH), Melodie Mousset (F/CH), Patrick Rohner (CH), Manuel Rossner (DE), Curdin Tones & Jan Robert Leegte (CH/NL), Lucie Tuma (CH), Marie Velardi (CH) u.a. (Stand April 2020), Kuration: Johannes M. Hedinger

 

Organisiert wird die Ausstellung vom Naturpark Beverin und dem 2019 neu gegründeten INSTITUTE FOR LAND AND ENVIRONMENTAL ART (ILEA). Das ILEA wird diesen Sommer zudem permanente Räume im Berghotel Alpenblick in Tenna beziehen und dort Ausstellungen realisieren sowie eine Forschungsbibliothek und Künstlerresidenz installieren. Ebenfalls vom ILEA veranstaltet, werden dieses Jahr die ALPS ART ACADEMY (internationale Sommerakademie, 24. Sept. bis 3.Okt. 20) und die ILEA TALKS (Symposium, 26./27. Sept.20), welche auf Grund der aktuellen Situation erst im Herbst stattfinden werden.

Weitere Informationen zur Ausstellung und zu den Anlässen findet man unter: www.artsafiental.ch sowie www.alpsartacademy.ch

 

Die Tourismus-Total-Expertenrunde von GRHeute berichtet einmal wöchentlich über aktuelle Tourismusthemen für Graubünden. Heute für Sie unverblümt und direkt von der Front: Johannes M. Hedinger, Kurator Art Safiental und Leiter Institute for Land and Environmental Art (ILEA).

(Bild: zVg)