Nicht nur die Bergbahnen sind von der Notlage betroffen, auch die Rhätische Bahn trifft der Entscheid in ihrem Mark: Die touristischen Angebote werden gestrichen.

Die Bergbahnen in Graubünden müssen aufgrund der hoheitlichen Anordnung des Bundesrates bzw. des Kantons Graubünden ihren Betrieb per Montag, 16. März 2020 um 6 Uhr, einstellen, wie Reto Küng, Mediensprecher der Graubündner Bergbahnen, mitteilt. Die Gesundheit der Gäste, der Bevölkerung und Mitarbeitenden geht vor. Deshalb versteht Bergbahnen Graubünden (BBGR) dieses Vorgehen. «Die vom Bundesrat angekündigten Unterstützungsmassnahmen müssen nun sofort greifen, um das wirtschaftliche Überleben der Mitgliedsunternehmen zu gewährleisten», schreibt Reto Küng weiter.

Aus für Bernina- und Glacier-Express

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat unter anderem auch Anordnungen für den öffentlichen Verkehr der Schweiz erlassen, wie es in einer Mitteilung der Rhätischen Bahn heisst. Der reguläre öffentliche Verkehr verkehrt weiterhin gemäss Fahrplan. «Der touristische Verkehr, Extrafahrten und historische Fahrten werden eingestellt», schreibt die RhB. Gruppenreisen werden abgesagt. Ebenfalls sind Speisewagen und Cateringservices auf den Zügen untersagt.

In Umsetzung dieser Anordnungen stellt die Rhätische Bahn (RhB) ab Samstag, 14. März 2020 den Betrieb des Bernina Express ein. Weiter werden Charter- und Erlebnisfahrten gestrichen. Auch der Glacier Express verkehrt ab dann nicht mehr. Diese Massnahmen gelten voraussichtlich bis zum 26. April 2020. Der Güterverkehr der Bündner Güterbahn ist von diesen Massnahmen nicht betroffen.

(Bild: Rhaetische Bahn/swiss-image.ch/Christopf Benz)

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