CGMpWGeHqMw

Der HC Davos spielt sich langsam in Playoff-Form: Nach einem starken Aufritt vor 5329 Zuschauern im Davoser Eisstadion besiegte der Rekordmeister am Dienstagabend den SC Bern mit 4:2 – und schickte den amtierenden Meister damit wieder unter den Playoff-Strich. 

Rechtzeitig für die Playoffs lichten sich beim HC Davos die Absenzen: Mit Andres Ambühl, Benjamin Baumgartner und Perttu Lindgren kehrten gegen Bern drei wichtige Offensivkräfte ins Team zurück. Gemäss der HCD-Webseite dürfte am Freitag auch Thierry Bader sein Comeback geben, bis zum Playoff-Start am 7. März sollten zudem die Teamleader Félicien Du Bois und Enzo Corvi wieder einsatzfähig sein. 

Zwei Davoser Verteidigertore

Gegen den SC Bern holte der HCD dank Verteidigertoren von Lukas Stoop und Sven Jung (er traf bereits zum siebten Mal in diesem Championnat) zweimal einen Rückstand auf, ehe Fabrice Herzog mit seinem 14. Saisontor die Bündner in der 37. Minute im Powerplay – Rückkehrer Ambühl und Baumgartner hatten magistral vorbereitet – in Führung schoss. Sechs Minuten vor Schluss machte Mattias Tedenby den Sack für die weitgehend überlegenen Davoser mit dem 4:2 endgültig zu – erneut nach schöner Vorarbeit von Baumgartner.

Die stark aufspielenden Davoser bleiben zwei Runden vor Ende der Regular Season weiterhin im Rennen um den Qualifikationssieg, wobei zwischen Rang 1 und 4 alles möglich ist. Als mögliche Playoff-Gegner kommen somit weiterhin Biel, Lausanne, Fribourg, Lugano und Bern in Frage, wobei Meister SCB nach der Niederlage in Davos unter den Strich gerutscht ist und zittern muss.

«Schweiz lacht über die Meisterbärchen»

Kein Wunder, übten sich am Dienstagabend die meisten Eishockeyfans in der Schweiz in Schadenfreude. «17000 weinen, der Rest der Schweiz lacht über die Meisterbärchen», so ein Fan namens René auf 20 Minuten online. Und auch die SCB-Fans selbst zeigten sich konsterniert. «Ich bin SCB-Fan. Aber so hat Bern nichts in den Playoffs zu suchen! Unglaublich diese Arroganz diverser SCB Spieler. Lustlos und ohne Biss!», meinte Stefano. Und auf Blick online kommentierte Fan Tom Minder: «Der SCB könnte wohl noch 5 Drittel spielen und bringt nichts zustande. Playoffs wären absolut unverdient, die ganze Organisation muss sich hinterfragen.»

Für die beiden letzten Runden ist am Strichkampf gleichwohl nochmal Spannung programmiert, obwohl wahrscheinlich Lugano oder Bern den «schwarzen Peter» ziehen wird.

Die Ausgangslage am Strich:

6. Fribourg 48/72
7. Lausanne 48/72
8. Lugano 48/66
9. Bern 48/66

Das Restprogramm am Strich:

Fribourg: Bern (a), Genf (h)
Lausanne: Genf (a), Bern (h)
Lugano: Lakers (a), Ambri (h)
Bern: Fribourg (h), Lausanne (a)

Für den HC Davos endet die Regular Season mit einem Auswärtsspiel in Ambri (Freitag) und einem Heimspiel gegen Rapperswil-Jona (Samstag).

 

(Bild: Screenshot MySports)

Open Popup