In der MySports League haben die Bündner Vertreter Chur und Arosa einen schwarzen Abend hinter sich: Währenddem sich der Stadtklub nach der dritten Niederlage in Serie gegen Lyss (diesmal mit 1:3) auf schnellstem Weg aus den Playoffs verabschiedete, steht auch Arosa nach einer Overtime-Niederlage in Basel – bei einem 1:2-Rückstand in der Best-of-5-Serie – mit dem Rücken zur Wand.

Sowohl Chur wie auch Lyss absolvierten eine erstaunliche Saison und überraschten beide mit der Playoff-Qualifikation. In den Viertelfinals aber ging nur die Cinderella-Story der Seeländer weiter: Auch im dritten Spiel der Serie – zum zweiten Mal im Thomas-Domenig-Stadion – setzte sich Lyss am Dienstagabend durch, diesmal mit 3:1 und schickte den EHC Chur damit auf schnellstem Weg in die Ferien. 956 Zuschauer erlebten erneut einen Blitzstart der Gäste, bereits nach einer guten Viertelstunde lag Chur mit 0:2 hinten. Und erneut gelang es Chur nicht, sich im Angriff trotz zahlreicher (Powerplay-)Gelegenheiten entscheidend durchzusetzen. Nicht, dass es an Chancen gemangelt hätte. Wie schon im ganzen Verlauf der Serie fehlte es den Churern aber auch an Wettkampfglück, um wirklich etwas reissen zu können. So blieb Simon Scherrers Anschlusstor fünf Minuten vor Schluss der einzige Churer Treffer des Abends – und auch der letzte. Mit einem Empty Netter in der Schlussminute machte Lyss alles klar.

 

Die EHC-Chur-Fanseite ehcfans.ch resümierte die Saison gleichwohl positiv.

«Diese sehr, sehr, sehr geile Saison hätte einen schöneren Ausgang verdient gehabt. Irgendwie war die Luft in den Playoffs wohl raus, die Anspannung weg. Der SC Lyss hat den Sieg nicht gestohlen, in der Form z.B. des Spiels in der zweitletzten Runde in Dübendorf hätten wir die Serie aber gewonnen. Hätte, wäre, wenn: Die Saison ist vorbei, wir sind stolz auf das erreichte, die Enttäuschung ist momentan gross, aber hey: Saisonziel Ligaerhalt souverän geschafft, 3 von 4 Derbies gewonnen, Mannschaft bleibt im Kern bestehen: Die Vorfreude auf nächste Saison beginnt JETZT!»

EHC-Chur-Trainer Thomas Tamfal war nach dem schnellem Saisonout verständlicherweise enttäuscht, zeigte sich aber stolz auf seine Mannschaft. 

 

Noch nicht die Entscheidung, aber zu eine schweren Hypothek wurde das dritte Viertelfinal-Spiel für den EHC Arosa: Die Schanfigger unterlagen in Basel nach Verlängerung mit 1:2 und liegen in der Serie nun mit demselben Skore hinten. Nur ein Heimsieg am Donnerstagabend rettet Arosa in eine allfällige Belle vom Samstag in Basel. 

Arosa in Rücklage

Vor Wochenfrist war Arosa mit einem 4:0-Playoff-Auftaktsieg in Basel perfekt in die Viertelfinals gestartet. Nach dem 1:2 im Spiel 3 wird die Luft für den Aufsteiger nun aber sehr dünn. Ein frühes Führungstor nach 106 Sekunden im Powerplay durch Arosas Patrick Bandiera war letztlich zu wenig, um erneut ein Break zu schaffen. Basel glich kurz nach Beginn des Mitteldrittels ebenfalls in Überzahl aus – Arosas Tobias Klopfer hatte sieben Sekunden vor der ersten Pausensirene wegen Stockhaltens eine Strafe einkassiert – aus, das Spiel stand in der Folge auf Messers Schneide. Die Entscheidung vor 1757 Zuschauern in der St. Jakob-Arena fiel erst in der Verlängerung, als Basels Marc Sahli aus spitzem Winkel backhand zum 2:1 einnetzte. Ob Arosa das Glück nochmal auf seine Seite zwingen kann?

 

 

 

(Bild: ehcfans.ch)

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