Der EHC Chur und der EHC Arosa haben am Donnerstagabend ihre zweiten Playoff-Viertelfinals verloren. Chur steht nach der zweiten Niederlage gegen Lyss mit einem 0:2-Rückstand bereits mit dem Rücken zur Wand. 

Dem EHC Chur wurde vor Saisonbeginn von wenigen Fachleuten Kredit in der My Sports League zugesprochen, eine starke Regular Season mit dem vierten Schlussrang und der damit verbundenen sicheren Playoff-Qualifikation liess den Stadtklub aber plötzlich grösser träumen. Nach zwei Viertelfinal-Begegnungen gegen Lyss ist nun aber die Ernüchterung eingekehrt. Nach der 2:4-Startniederlage vom Dienstag verloren die Churer am Donnerstagabend in Lyss auch Spiel 2 in der Serie mit 1:2 und müssen am nächsten Dienstagabend – und in der Folge zwei weitere Male – gewinnen, um nicht gleich schnurstracks in die Ferien abdüsen zu müssen. Einfach wird dies nicht, haben die Städter de facto dreimal in Serie gegen Lyss verloren, unterlag man Lyss doch bereits vor Wochenfrist im letzten Regular Season-Spiel.

 

Im umkämpften Spiel 2 sah es für Chur am Donnerstagabend lange gut aus, hatte Janis Egger die Bündner doch bereits in der 9. Minute in Front geschossen. Die Führung hielt bis ins Schlussdrittel, als Chur im Boxplay den Ausgleich hinnehmen musste. Die Entscheidung dann knapp vier Minuten vor Schluss, kurz nachdem die Bündner eine eigene Powerplay-Gelegenheit ausgelassen hatten: Lyss‘ Florin Gerber traf vor 888 Zuschauern zum 2:1, Chur konnte nicht mehr reagieren und ist nun zum Gewinnen verdammt. 

Re-Break gegen Arosa

Aufsteiger EHC Arosa war am Dienstag mit einem souveränen 4:0-Sieg in Basel in die Playoffs gestartet. Das erste Heimspiel in den Viertelfinals vor 1055 Zuschauern zeigte hingegen ein komplett anderes Bild: Nach unentschiedenem Startdrittel – Maurin Tosio hatte zwischenzeitlich zum 1:1 für Arosa ausgeglichen – drehten die Gäste ab dem Mitteldrittel auf und entschieden Spiel 2 in der Serie letztlich klar mit 6:1 für sich.

Der EHC Arosa trug das Seinige zur Niederlage bei: Ende des Startdrittels und zu Beginn des 2. Abschnitts vergaben die Aroser nicht nur drei Powerplay-Gelegenheiten in Serie, sondern mussten bei der letzten gar einen Shorthander zum 1:2 einstecken – letztlich der Gamewinner zu Gunsten von Basel. Am nächsten Dienstag muss der EHC Arosa damit versuchen, erneut ein Break zu schaffen. Zumindest einmal muss dies dem Traditionsklub im weiteren Verlauf der Best-of-Five-Serie noch gelingen, ansonsten ist die Saison für die Bündner vorbei. 

 

(Archivbild: ehcfans.ch)

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