Die freie Liste «Verda» will den globalen grünen Schwung nutzen und in den Churer Stadtrat einziehen. Als Kandidatin soll die Gemeinderätin Anita Mazzetta den abtretenden Tom Leibundgut ersetzen.

Lange dauerte es nicht, bis die Verda ihre Kandidatin als Nachfolge für Tom Leibundgut lanciert hat. Rund eine Woche nach dem überraschend angekündigten Rücktritt Leibundguts treten die Grünen mit Anita Mazzetta für die Nachfolge an. Nach zehn Jahren im Gemeinderat will sich Mazzetta im Stadtrat für ein weltoffenes Chur einsetzen. Die einstige Redaktionsleiterin bei Radio Televisiun Rumantscha trat bereits letztes Jahr an den Nationalratswahlen 2019 für die Verda an und sorgte dank den grünen Stimmen letztlich für einen zweiten Nationalratssitz für die SP Graubünden, mit der die Grünen eine Listenverbindung eingegangen waren. Die SP, die mit Patrik Degiacomi bereits einen Stadtrat stellt, dürfte sich in Chur bei den Grünen «revanchieren» wollen. 

«Eine Chance für Chur»

Klimaschutz und eine umweltfreundliche Energiewirtschaft sind naturgemäss Mazzettas Schwerpunktthemen, betonte die Partei bei der Lancierung der Kandidatur anlässlich eines Mediengesprächs in Chur. «Die Energiewende ist eine Chance für die Stadt Chur: Durch die Entwicklung und Anwendung von innovativen Technologien werden das einheimische Gewerbe gestärkt und Arbeitsplätze geschaffen. Nachhaltige und nachwachsende Dämm- und Baustoffe und die Nutzung von Solarenergie und Abwärme bieten Chancen für das lokale Gewerbe und den Bildungsstandort Chur. Zukunft haben v.a. intelligente und vernetzte Energielösungen in den Quartieren», so die Partei in einer Medieninformation. 

Lebensqualität erhöhen

Chur soll eine wohnliche und familienfreundliche Stadt sein, in welcher die Menschen verweilen und auch ihre Freizeit verbringen wollen. Dazu sollen verkehrsberuhigte Quartiere mit vielen Grünflächen und sichere Velorouten die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner erhöhen. 

«Als Mitglied der GPK sind ihr aber auch gesunde Finanzen wichtig», schreibt die Partei., «als kantonale Geschäftsführerin einer grossen NGO, die auf Spenden angewiesen ist, ist ihr sehr bewusst, dass man auch mit Steuergeldern umsichtig umgehen und sie mit Bedacht einsetzen muss.»

 

(Bild: Verda/zVg.)