Alligator hat in Zug ein packendes Spiel in der Verlängerung verloren, aber trotzdem den dritten Tabellenplatz verteidigt. Einmal mehr gelang Emil Julkunen mit einer feinen Einzelleistung das entscheidende Tor, nachdem Christoph Camenisch nur wenige Sekunden zuvor den Matchball auf dem Stock verpasst hatte.

Am Sonntagnachmittag begann der UHC Alligator Malans vor über 1000 Zuschauern sehr konzentriert und führte bis zu 16. Minute durch Tore von Oscar Eriksson-Elfsberg und Simon Nett mit 2:0. Doch wie schnell es im Unihockey gehen kann, zeigte sich spätestens, als die Matchuhr 19 Minuten 27 Sekunden zeigte und Adrian Furger soeben das 3:2 für die Zuger erzielt hatte.

Alligator versuchte zwar im zweiten Drittel zu reagieren, geriet aber dennoch durch ein Tor von Manuel Staub mit 2:4 in Rückstand. Doch das Spitzenspiel hielt, was es versprach und die Zuschauer wurden bestens unterhalten. Gerangel vor den Toren, starke Paraden der Torhüter und schnell ausgeführte Passkombinationen, von denen Simon Nett eine in der 32. Minute abschliessen und auf 3:4 verkürzen konnte. Vier Minuten später glich Oscar Eriksson-Elfsberg in Überzahl gar zum 4:4 aus.

Christoph Camenischs Top-Chance

Im dritten Drittel wollten beide Mannschaften bei diesem Spielstand weniger riskieren und es entwickelte sich ein Spiel auf Messers Schneide. Die erste grosse Chance auf das Führungstor erhielten die Zuger, da Nino Vetsch für ein Halten in der 49. Minute auf die Strafbank geschickt wurde. Diese Möglichkeit liess das Heimteam jedoch ungenutzt verstreichen. Alligator spielte weiterhin abwartend und die Geduld sollte sich in der 55. Minute auszahlen. Kevin Nylund schloss einen Konter zum erfolgreich ab. War das die Entscheidung? Da die Zuger auf diesen Rückstand erneut heftig reagierten und in der 56. Minute durch eine sehenswerte Passstafette zum 5:5 ausgleichen konnten, muss die Frage mit Nein beantwortet werden. Somit musste die Verlängerung die Entscheidung bringen. Dort liess Emil Julkunen mit einer Körpertäuschung Florian Tromm nach knapp 5 Minuten ins Leere laufen und versenkte eiskalt allein vor Jonas Wittwer. Ärgerlich aus Sicht von Alligator, denn hätte Christoph Camenisch nur Sekunden zuvor seine Top-Chance genutzt, dann wären die Malanser als Sieger vom Platz gegangen. So erkämpften sich die Zuger den Zusatzpunkt, den sie jedoch über das ganze Spiel gesehen nicht gestohlen hatten.

Verpatzter Start ins 2020

Chur Unihockey startete mit einer 1:6-Niederlage gegen Waldkirch St. Gallen ins neue Jahr. 

Mit einem Eigentor, kurz nach Spielbeginn, begann die Partie für Chur äusserst unglücklich. Chur Unihockey konnte aber schon in der 5. Minute den Rückschlag mit einem schönen Treffer durch Kim Hyrkkönen wieder gut machen und die Zuschauer schöpften Hoffnung auf ein spannendes Spiel. Nun folgte aber eine Phase in der beide Teams Fehler vermeiden wollten und entsprechend vorsichtig agierten. Von Chur kam zu wenig, um in Führung zu gehen und das Zepter in die Hand nehmen zu können, so dass man sich mit 1:1 in die Pause begeben musste.

Auch im zweiten Drittel wirkte die Heimmannschaft gehemmt und konnte nicht an ihre guten Leistungen der ersten Saisonhälfte anknüpfen. Die Abschlüsse waren zu unpräzis, das Spiel zu statisch und die Chancen wurden nicht genutzt. In der 5. Minute konnte Christoph Reich mit einem Reflex einen Penaltytreffer verhindern und seine Farben im Spiel halten. In der 12. Minute vertändelte Chur den Ball und Nico Conzett stand allein vor dem Churer Tor und liess Christoph Reich keine Chance. Auf die Churer Reaktion wartete man vergebens. Chur wollte oder konnte nicht reagieren. Man vermisst auch den Willen das Spielgeschehen und das Spielglück für sich zu erzwingen, sowie auch etwas Genialität oder Spielwitz.

Im letzten Drittel nutzten die St. Galler ihre Chancen und konnten zuerst auf 1:3 davon ziehen. Auch die Schlussoffensive von Chur Unihockey brachte nichts Zählbares mehr ein. Zudem zeigte der St. Galler Torwart eine tadellose Partie. Wasa nutzte die Chancen und stellten mit Empty-Nettern das Schlussresultat von 1:6 her.

 

(Bild: M. Peter/Alligator Malans/zVg.)