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Nach dem missglückten Spengler Cup ist der HCD in den ersten drei Meisterschaftsspielen des neuen Jahres zum Siegen zurückgekehrt. Die Bündner setzten sich am Donnerstagabend gegen den SC Rapperswil-Jona mit 3:1 durch und doppelten am Freitag mit einem 2:1-Sieg nach Verlängerung in Langnau nach. Und am Sonntag gabs mit einem 4:3 nach Verlängerung gegen Biel den dritten Sieg en suite im neuen Jahr. 

Die Spengler-Cup-Blamage ist vergessen, der HCD siegt wieder – und zwar in der Meisterschaft, wo die Punkte auch wirklich zählen. Einen symbolischen Abschluss des verpatzten Turniers in der Altjahreswoche fabrizierte HCD-Trainer Christian Wohlwend mit einem überraschenden Auftritt vor dem Spiel, als er sich mit dem Mikrofon an die Fans richtete. Gegenüber MySports erklärte er dazu: «Ich habe mich dafür entschuldigt, dass wir am Spengler-Cup durch das Schonen von Spielern in Kauf genommen haben zu verlieren. Das werden wir in Zukunft nie mehr tun, sondern alle nötigen Kräfte forcieren, um die Spiele zu gewinnen.»

Ambühl wurde Vater einer Tochter

Zurück in die Zukunft: Vor 5419 Zuschauern siegte Davos gegen Rapperswil-Jona mit 3:1 und knüpfte damit nahtlos an die erfolgreiche Herbstsaison an. Beim HCD fehlte Andres Ambühl, der am Vormittag frischgebackener Vater einer Tochter geworden war. Dafür kehrte der am Spengler Cup verletzt gewesene Perttu Lindgren ins Team zurück. Und wie! Der Finne traf bereits im ersten Powerplay nur den Pfosten (3.), in der 12. Minute schoss der Mittelstürmer die Bündner mit seinem 10. Saisontreffer in Führung. Die Davoser dominierten das Startdrittel, liessen aber viele ausgezeichnete Chancen liegen. 

Die Highlights vom Donnerstagabend:

 

Gand anders zu Beginn des zweiten Drittels: Marc Wieser traf nach Vorarbeit von Fabrice Herzog und Benjamin Baumgartner im Powerplay zum 2:0. Die Davoser hatten ihren Gegner auch im Mittelabschnitt im Griff, verpassten aber die Vorentscheidung. Und so kam Rappi zu Beginn des Schlussdrittels mit dem Anschlusstreffer wieder ins Spiel zurück. Nicht, dass dies viel am Spielverlauf geändert hatte: Davos sündigte weiter massiv im Abschluss, erst Yannick Frehner machte in der 58. Minute (in Unterzahl!) mit dem verdienten 3:1 den Sack zu. 

Am Freitagabend gastierte der HCD bei den SCL Tigers und siegte mit 2:1 nach Verlängerung. Die Highlights des Spiels:

 

Der HCD setzte seine Siegesserie am Sonntag vor 4640 Zuschauern in Davos fort. Gegen den EHC Biel siegte der Rekordmeister dank seinen überragenden ausländischen Verstärkungen, die für alle Tore besorgt waren.

HCD mit Killer-Instinkt

Magnus Nygren glich den frühen Rückstand im ersten Drittel aus, Aaron Palushaj brachte die Bündner kurz vor der Pause in Führung, ehe Biel die Führung noch im Mitteldrittel wieder mit zwei Toren zum 3:2 an sich rissen. Mattias Tedenby sorgte knapp acht Minuten vor Schluss für den erneuten Ausgleich, in der Verlängerung war es schliesslich Perttu Lindgren, der den Sieg für Davos sicherstellte.

 

Der entscheidende Treffer, ein Ablenker nach einem Schuss von Magnus Nygren, fiel 2,9 Sekunden vor Ablauf der Overtime. Davos behält damit weiter seinen Killer-Instinkt: In zehn Verlängerungen beziehungsweise Penaltyschiessen in dieser Saison entschieden die Davoser am Sonntag bereits zum achten Mal die Partie zu ihren Gunsten.

Bereits am Dienstagabend empfängt der HCD die ZSC Lions zum nächsten Meisterrschaftsspiel – ein veritabler Spitzenkampf, hat sich Davos doch mit den Lions und den führenden Genf-Servette und EV Zug etwas vom Mittelfeld der Tabelle abgesetzt. 

 

 

 

(Bild: Screenshot MySports)