Graubünden gilt gemeinhin als ressourcenarme Randregion. Es ist jedoch die Zeit um Weihnachten und den Jahreswechsel, welche das gigantische Potential unseres schönen Kantons für einige Wochen aufblitzen lässt:

Wir sind der schönste Kanton der Schweiz, welcher zahlreiche Gäste aus nah und fern willkommen heisst. Zu diesen Gästen, welche unsere einzigartige Natur, das prächtige Wetter und die intakte Infrastruktur schätzen, zählen auch zahlreiche Zweitheimische. Mit einem Bestand von rund 80’000 Zweitdomizilen verfügt Graubünden über ein massives Potential: Zweitheimische sind häufig einkommensstark, vermögend und äusserst mobil. Sie sind auch Unternehmer oder potentielle Investoren mit erheblichem Know-How.

Manchmal werden Zweitheimische zwar als ungebetene Querulanten wahrgenommen. Die absolute Mehrheit der Zweitheimischen besteht aber aus Liebhabern und Verehrern unseres Kantons, oft schon seit Kindesbeinen oder über Generationen geformt, welche bereit sind, unserem Kanton Gutes zu tun oder hier zu investieren.

Dieses Potential gilt es zu nutzen. Es ist Aufgabe von Gemeinden und Kanton dafür zu sorgen, dass Zweitheimische sich willkommen, integriert und ernst genommen fühlen. Das Ziel muss sein, Zweitheimische für unsere Ideen oder Projekte, mittelfristig aber auch als Einheimische und Steuerzahler zu gewinnen.

Es ist entsprechend jedoch auch an den Zweitheimischen anzuerkennen, dass volle Mitsprache nur erhält, wer seine Schriften bei uns deponiert, hier Steuern zahlt und seinen Lebensmittelpunkt hier platziert. Durch die fortschreitende Digitalisierung mit der damit einhergehenden Möglichkeit, den Lebensmittelpunkt unabhängiger vom Arbeitsort zu gestalten, wird dies laufend einfacher.

Der wichtigste Schritt, die Symbiose zwischen Zweitheimischen und BündnerInnen zu entwickeln, ist es, sich gegenseitigen Respekt und Verständnis entgegenzubringen. Dazu kann jede Bündnerin und jeder Bündner beitragen. Seien wir auch im 2020 wieder die besten Gastgeber, die wir sein können.

 

Im Politforum von GRHeute kommentieren Bündner Politikerinnen und Politiker aller Parteien über aktuelle Themen. Heute: Oliver Hohl, BDP-Grossrat und Unternehmer.

(Bild: GRHeute)