Dem Münstertaler Dario Cologna ist der Auftakt in die Tour de Ski insgesamt geglückt. Im Massenstartrennen über 15 km Skating auf der Lenzerheide lief er am Samstag auf Platz 6. Am zweiten Tag scheiterte der Bündner in der Prolog für den Sprint, hielt den Rückstand aber in Grenzen.

Dario Cologna zeigte auf der Lenzerheide am Samstag ein starkes Premieren-Rennen an der diesjährigen Tour de Ski. In der entscheidenden Phase reihte sich der Bündnyer Olympiasieger den beiden Russen Sergej Ustjugow und Alexander Bolschunow auf Platz 3 ein, musste sich dann aber noch von drei Norwegern einholen lassen. Das Ziel erreichte er mit einem Rückstand von 8,7 Sekunden auf dem guten 6. Rang. Als zweitbester Schweizer klassierte sich Roman Furger auf Rang 15. Auch Jonas Baumann (22.) schaffte den Sprung in die Top 30. Den Sieg sicherte sich Ustjugow, der sich kurz vor Schluss absetzen konnte.

Bei den Frauen wurde Therese Johaug ihrer Rolle als Topfavoritin schon beim Tour-Auftakt gerecht. Die Norwegerin distanzierte im Massenstartrennen über 10 km Skating ihre Konkurrenz vor Rennhälfte entscheidend und gewann solo vor ihrer Landsfrau Heidi Weng. Die Bündner Biathletin Selina Gasparin klassierte sich auf Rang 36, Laurien van der Graaff wurde 49.

Cologna trotz frühem Out zufrieden

Im Skating-Sprint vom Sonntag war Jovian Hediger, der nur knapp den Final-Einzug verpasste, der beste Schweizer. Für Dario Cologna war der Wettkampf (erwartungsgemäss) schon nach dem Prolog zu Ende. Der Münstertaler hatte angekündigt, nicht ans Limit gehen zu wollen, um seine Lunge zu schonen. Auch bei einem Ausscheiden im Viertelfinal hätte es für die Gesamtwertung nur wenige Bonussekunden gegeben. «Es lief eigentlich besser als erwartet. Ich konnte den Rückstand in Grenzen halten», so Cologna gegenüber SRF,  «vor allem ist auch das Gefühl nach dem Rennen gut, das ist das Wichtigste.»

Den Sieg sicherte sich Topfavorit Johannes Kläbo. Der Norweger setzte sich im Final vor dem Italiener Federico Pellegrino und dem Franzosen Richard Jouve durch. Kläbo übernahm dank den 60 Bonussekunden die Führung in der Gesamtwertung, Cologna liegt mit einem Rückstand von 1:16 Minuten auf Platz 15.

Bei den Frauen überzeugte die Bündnerin Laurien van der Graaff als Neunte des Prologs. Nach einem Sturz hatte sie im Viertelfinal dann aber keine Chance mehr.

Der Tour-Tross übersiedelt nun nach Toblach, wo am Dienstag bei den Männern (15 km) und den Frauen (10 km) Skating-Rennen auf dem Programm stehen.

 

(Bild: Federico Modica)