Oberhalb der Valserstrasse, rund 100 Meter nördlich vor Peiden Bad, befindet sich ein grösseres instabiles Felspaket. Das Tiefbauamt Graubünden trägt diese absturzgefährdete Felsmasse mittels einer kontrollierten Sprengung ab. 

Zur Schliessung einer Schutzlücke nördlich von Peiden Bad werden zurzeit Schutzmassnahmen gegen Steinschlag an einer der Valserstrasse angrenzenden hohen Felswand errichtet.

Sicherung reicht nicht mehr aus

Im Anschluss an zwei Sturzereignisse nach Starkniederschlägen im August 2019 wurde neben den lokalen Felsinstabilitäten auch ein grösseres instabiles Felspaket in einer Höhe von 60 Metern über der Valserstrasse festgestellt. Die danach durchgeführten Abklärungen ergaben, dass das Felspaket fast vollständig vom dahinterliegenden Felsverband abgetrennt ist und mit einem Absturz innerhalb der nächsten Jahren gerechnet werden muss. Die Folge wäre eine starke Beschädigung der Valserstrasse und ein längerer Verkehrsunterbruch. Deshalb ergreift das Tiefbauamt Graubünden umgehend Massnahmen. Die Abklärungen ergaben, dass die Felsmasse nicht mehr gesichert, sondern im Rahmen der laufenden Bauarbeiten abgetragen werden muss. Die absturzgefährdete Felsmasse von circa 300 Kubikmetern wird mit einer kontrollierten Sicherheitssprengung abgetragen.

Ablauf der Sprengung

Die Sprengung ist auf Dienstag, 19. November 2019, circa 21 Uhr, angesetzt. Über den definitiven Termin der Sprengung gibt die Telefonnummer 079 66 222 77 Auskunft.

Sicherheitsaspekte

Die betroffenen Strassenabschnitte der Valser-, Duviner- und Peidenstrasse werden während der Sprengung kurzzeitig gesperrt. Im Baustellenbereich bleibt die Valserstrasse während den darauffolgenden Nächten für Nachräumarbeiten gesperrt.

Aufgrund des gesetzlich vorgegebenen Sicherheitsabstands ist die Sprengung nur beschränkt aus grösserer Distanz vom Gegenhang beim Dorf Peiden einsehbar. Im Plan (siehe unten) ist der Ort für Zuschauer gekennzeichnet. Die Dunkelheit wird die Sichtverhältnisse trotz Beleuchtung der Baustelle allerdings stark einschränken.

(Bilder: Tiefbauamt)