Der HC Davos hat am Freitagabend nach acht Auswärtsspielen erstmals in dieser Saison zuhause gespielt – und wie! Die Bündner dominierten den bisherigen National-League-Leader EHC Biel und setzten sich souverän mit 5:2 durch.

5435 Zuschauer wollten die Saison-Heimpremiere in der «fast neuen» Davoser Vaillant Arena miterleben – und sie wurden nicht enttäuscht. Der HCD drückte von Beginn weg aufs Tempo und wurde auch gleich belohnt: Zuerst scheiterte Benjamin Baumgartner nur am Pfosten, wenige Minuten später sorgte der überragende Schwede Mattias Tedenby – mit seinem bereits siebten (!) Saisontreffer im neunten Spiel – mit einem Abstauber für das 1:0. Knapp drei Minuten später schlug es bereits wieder hinter Biel-Goalie Elien Papue, der am Freitag Jonas Hiller ersetzte, ein: Diesmal war es der «Notnagel» Otso Rantakari, der mit einem Slapshot im Powerplay zum 2:0 traf. Auch für den Finnen, der kurz vor Saisonbeginn für den verletzten Magnus Nygren geholt wurde, war es bereits das fünfte Saisontor.

Davos das bessere Team

Davos blieb tonangebend, verpasste aber lange das wegweisende 3:0. Dino Wieser und Baumgartner mit seinem zweiten Pfostenschuss des Abends verpassten die besten Chancen, ehe Perttu Lindgren in der 36. Minute – auch er bereits mit seinem fünften Saisontreffer – das 3:0 markierte. Biel konterte in Überzahl zwar postwendend mit Marc-Antoine Pouliots erstem Tor des Abends, der HCD reagierte aber umgehend durch Claude Curdin Paschouds 4:1 kurz vor der zweiten Pausensirene.

Endlich wieder Hockey Action in Davos.

Richtig eng wurde das Spiel auch im Schlussdrittel nicht mehr: Davos war an diesem Abend schlicht das bessere Team und zeigte den gut aufgelegten Fans ein schönes Stück Eishockey. Fünf Minuten vor Schluss gelang Baumgartner – nach seinen zwei Stangentreffern hoch verdient – das 5:1, ehe Biels Luca Cunti kurz vor Schluss für das 5:2-Schlussresultat besorgt war. 

Dieser HCD macht Spass

Ein Spiel, das aus Davoser Sicht definitiv Laune auf mehr macht. Nach acht mehrheitlich starken Auftritten auf fremdem Eis hat der HCD bei der Saison-Heimpremiere endgültig bewiesen, dass das Team von Christian Wohlwend ein ernstzunehmender Playoff-Kandidat ist. Der Weg dahin ist zwar noch weit, aber sicher ist, dass der Rekordmeister gut eingestellt ist, Gas gibt und einfach Spass macht. Wer sich selbst davon überzeugen will, bekommt schon am Sonntag die nächste Gelegenheit, wenn der HCD zuhause im Schweizer Cup den HC Lugano empfängt.

«Wir haben ein gutes Spiel gezeigt, das macht natürlich Spass so», resümierte Marc Wieser nach dem Spiel gegenüber SRF, «es gibt noch viel, was wir verbessern können, aber heute lief es gut. In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Da ist es natürlich schön, wenn es gut läuft.»  

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(Bild: Screenshot MySports)