Der HC Davos hat am Dienstagabend in Fribourg eine 2:4-Niederlage in Fribourg einstecken müssen – dies bei Captain Andres Ambühls 1000. National-League-Spiel.

Andres Ambühl ist eine Schweizer Eishockey-Legende: 6-facher Schweizer Schweizer Meister, WM-Silbermedaillen-Gewinner (2013), HCD-Captain und seit vielen Jahren der beliebteste Eishockeyaner in den Schweizer Stadien. Am Dienstagabend feierte der Davoser sein 1000. Spiel in der höchsten Schweizer Spielklasse – das Gastspiel in Fribourg wurde für den HCD aber nicht zur erhofften Feier. Die Bündner verloren bei Gottéron mit 2:4 und beenden die acht Spiele dauernde Auswärtsserie zum Saisonstart mit vier Siegen und vier Niederlagen – durchaus akzeptabel für einen Klub, der letzte Saison so richtig durchgeschüttelt wurde und sich erst im Playout-Final den sportlichen Ligaerhalt gesichert hatte. Am Freitag dürfen sich die Davoser Fans nun endlich auf das erste Heimspiel der neuen Saison freuen, im schmucken renovierten Eispalast ist dann NL-Leader Biel zu Gast. 

Fribourg effizienter

In Fribourg taten sich die Davoser am Dienstagabend im Startdrittel vor 5538 Zuschauern schwer, die Westschweizer waren die aktivere Equipe und gingen mit einer verdienten 1:0-Führung in die erste Pause. Auch zu Beginn des Mittelabschnitts machten die Westschweizer Druck, beklagten einen nach Videostudium aberkannten Treffer (wegen Behinderung) und zwangen HCD-Goalie Joren van Pottelberghe zu mehreren Paraden. Erst in der zweiten Spielhälfte drehten die Davoser auf und kamen Ende des Mitteldrittels durch Mattias Tedenbys sechsten Saisontreffer – einem Abstauber nach einem Fernschuss von Felicien DuBois – zum Ausgleich. Lange währte die Freude aber nicht: 65 Sekunden vor der zweiten Pausensirene gelang Fribourg im Powerplay der erneute Führungstreffer.

Palushajs Saison-Premiere

Im Schlussabschnitt startete der HCD wie die Feuerwehr, US-Amerikaner Aaron Palushaj sorgte nach 96 Sekunden mit seinem ersten Saisontor für den erneuten Ausgleich (Assist Claude-Curdin Paschoud). Erneut reagierten die Gastgeber aber postwendend in Überzahl und trafen knapp zwei Minuten später wieder zur Führung. Die Davoser strebten in der Folge zwar vehement den Ausgleich an und kamen sieben Minuten vor Schluss auch zu 71 Sekunden doppelter Überzahl, am Ende fehlte den Schüssen aber die nötige Genauigkeit. Danach klappte nicht mehr allzu viel beim HCD, die Brechstange als Mittel war das falsche Rezeot. Eine Sekunde vor Schluss sorgte Fribourgs Vijtor Stalberg mit dem Empty Netter für das 4:2-Schlussresultat.

Fribourg war am Ende in einer ausgeglichenen Partie etwas cleverer und effizienter – vor allem im Powerplay, wo sie einmal nur 11 und einmal nur 28 Sekunden vor ein Tor brauchten – und vermiesten damit «Büelis» Jubiläumsspiel. Für die Fribourger Drachen war es der zweite Vollerfolg in Serie, für Davos die zweite Niederlage in Serie. Man darf gespannt sein, wie sich der HCD am Freitag bei der Saisn.Heimpremiere vor eigenem Publikum gegen den NL-Leader schlägt…

 

(Bild: Screenshot MySports)