Die Ausgangslage für den Endspurt für die Wahlen 2019 ist klar – was gibt es für die Parteien nun also noch zu tun? Wir nehmen einen Drink mit ihnen – ein satirischer Seitenhieb.

 

SVP: Red Bull im Minutentakt

Die grösste Partei Graubündens ist in heller Aufregung: Es droht die Abwahl einer ihrer politischen Grössen aus dem Nationalrat, des Parteipräsidenten Heinz Brand oder der Wirtschaftsführerin Magdalena Martullo Blocher. Die einzige Hoffnung für die SVP: Red Bull in – und Mobilisierung der Massen.

FDP: Ein Tässchen Tee für die FDP

Die FDP Graubünden nimmts lockerer und ist auf dem Weg zu einem Sitzgewinn. Wer das Rennen machen wird, ist aber alles andere als klar. Michael Pfäffli, Andreas Züllig oder vielleicht doch eine Frau? Vera Stiffler oder Anna Giacometti scheinen zumindest Aussenseiter-Chancen zu haben. Abwarten und Tee trinken…

BDP: Einen Becher sauren Most

Quo vadis, BDP? Bei der einstigen Bundesrats-Partei ist nach der letzten Umfrage der Kater angekommen. Langweilig wäre ja das eine, aber langweilig und erfolglos will wahrlich niemand sein. Nationalrat Duri Campell wird wahrscheinlich aus dem Parlament abgewählt – und irgendwo spielt im Hintergrund das Titanic-Orchester. Zeit, den sauren Most durch einen hochprozentigen Absacker zu ersetzen?

CVP: Ein Glas Schämpis

Für die CVP Graubünden gibts wenig zu gewinnen, aber viel zu verlieren – was nicht passieren wird. Martin Candinas‘ Sitz im Nationalrat ist ebenso wenig gefährdet wie jener von Stefan Engler im Ständerat. Kein Wunder, sind die Champagner-Korken bei der CVP schon gezogen. Auch wenn dadurch am Wahltag die prickelnde Kohlensäure fehlen wird. 

SP: Ein Cüpli für die Sozialisten

Acht Jahre musste er sich in Geduld üben, nun steht Jon Pult endlich vor dem Einzug in den Nationalrat. Den Sekt haben die Sozialisten schon mal kalt gestellt, vielleicht wird am Ende ja gar noch ein Fläschchen mehr daraus. Dass dies ohne klimaschädlichen Kühlschrank nicht geht, muss ja niemand so genau wissen. 

GLP: Ein letztes bisschen Gletscherwasser

Die Grünliberalen sind rechtzeitig vor den Wahlen nach links geschwenkt und haben berechtigte Hoffnungen, mit Pensionär Josias Gasser wieder nach Bern zu marschieren. Ein Wunder wäre das nicht, denn liberal und grün in einem tönt einfach zu sexy. Wenn ihnen am Ende nur nicht ein/e andere/r das Gletscherwasser vor der Nase wegrettet?!

Verda: Ingwer-Wasser

Genüsslich reitet auch Grünbünden auf der Greta-Wella und freut sich auf ein paar satte Prozente, die den Brüdern (oder Schwestern) der SP und GLP einen zweiten Sitz einbringen könnten. Wasser statt Wein stört die Verda allerdings nicht, solange man den politisch Andersdenkenden nach der Moralkeule auch noch nackte Zahlen um die Ohren schlagen kann. Ein Prost mit einem Schuss Ingwer!

 
(Bild: GRHeute)