Der HC Davos hat auswärts beim NL-Leader EHC Biel knapp einen Punktgewinn verpasst. Die Bündner unterlagen den Seeländern nach harter Gegenwehr mit 1:2.

Der HC Davos muss seine ersten acht Meisterschaftsspiele wegen des Stadion-Umbaus bekanntlich auswärts bestreiten: Im Spiel 3 der noch jungen Saison in Biel zeigte das Team von Christian Wohlwend zum dritten Mal einen kompetitiven Kampf, musste sich am Ende aber gleichwohl zum zweiten Mal geschlagen geben.

Der HCD mit einem bestens aufgelegten Goalie Joren van Pottelberghe hielt seinen Kasten vor 5433 Zuschauern bis tief ins Mitteldrittel rein, geriet dort aber mit drei Strafen in Serie unter Dauerdruck: In der 37. Minute war es schliesslich Jason Fuchs, der bei numerischem Gleichstand die 1:0-Führung für Biel nach einem missglückten Bully realisierte. Als Stefan Ulmer kurz nach Wiederanpfiff ins Schlussdrittel zum 2:0 abstaubte, schienen sich die favorisierten Bieler durchzusetzen.

Der Anschlusstreffer von Perttu Lindgren – der Finne erzielte in der 55. Minute auf Pass von Etso Rantakari und Enzo Corvi sein drittes Saison-Tor – brachte aber nochmals Hochspannung in die Schlussphase. Allerdings liess sich Biel-Keeper Jonas Hiller nicht mehr bezwingen, auch nicht drei Minuten vor Spielschluss, als Verteidiger Samuel Guerra den vermeintlichen Ausgleich erzielte. Nach langem Videostudium entschieden die Schiedsrichter, dass der Puck die Linie um Millimeter nicht überquert haben soll. Eine umstrittene Entscheidung, zumal das Video keine schlüssige Antwort gab – nur der frühere HCD-Goalie in Bieler Diensten, Jonas Hiller, dürfte die Antwort kennen…

 

Dem Davoser Sturmlauf zum Trotz stand kurze Zeit später die etwas unglückliche 1:2-Niederlage fest. 

In der Tabelle liegt der HCD damit nach drei Spielen auf dem zweitletzten Platz, nur das sieglose Fribourg-Gottéron ist noch hinter den Bündnern klassiert. Im nächsten Auswärtsspiel gehts für den HCD am Samstag zum HC Lausanne, der in der Tabelle drei Punkte vor Davos gerade über dem Strich liegt. Auch wenn die Saison noch sehr jung ist, wäre ein Punktgewinn in Lausanne sehr willkommen, um nicht schon früh den Kontakt zum Strich abreissen lassen zu müssen.

 

(Bilder: Screenshot MySports)