Im Jahre 1872, also vier Jahre nach der Gründung der FDP GR, errichtete die Schweizerische gemeinnützige Gesellschaft eine Fortbildungs-Schulkommission, welche vor allem ab dem Jahre 1880 aktiv wurde. Ab 1885 gibt sie eine Zeitschrift heraus: «Die gewerbliche Fortbildungsschule, Blätter zur Förderung der Interessen derselben in der Schweiz». Sie lässt verschiedene Untersuchungen durchführen, u.a. eine Zusammenstellung der wichtigsten gewerblichen Fortbildungsschulen, unterstützt Studienreisen ins Ausland und Lehrmittelsammlungen. Sie verlangt vom Bund die Einführung von Fortbildungsunterricht während der Rekrutenschulen und fördert die interkantonale Zusammenarbeit. Nachdem sie sich anfangs für alle Arten von Fortbildungsschulen einsetzte, konzentriert sie sich ab 1883 auf die gewerblichen Fortbildungsschulen (Quelle; Die Entwicklung der Berufsbildung in der Schweiz von Emil Wettstein)

Rund 150 Jahre später positioniert sich die FDP unter Bildung, Forschung, Innovation mit folgender Aussage: «Wir wollen das beste Bildungssystem der Welt.»

Für die FDP sind Bildung, Forschung und Innovation zentral und eng miteinander verbundene Themen. Der Erfolg der Schweiz beruht massgeblich auf einem dem Arbeitsmarkt angepassten und hervorragenden Bildungssystem. Die Innovation ist ein bedeutender Wirtschaftsmotor für unser Land. Die FDP setzt sich ein für hervorragende Rahmen- und Förderbedingungen für unsere Bildungs- und Innovationssysteme sowie den Technologietransfer und die Entstehung von innovativen Unternehmen.

Als Verwaltungsratspräsident und Mitinhaber einer kleinen Weiterbildungsunternehmung (Höheren Wirtschaftsschule Graubünden), welche aufgrund der passenden Aussage des FDP Positionspapier gegründet wurde «Jede Person muss frei über die Art ihrer Ausbildung, den Lehrgang und die Organisation ihrer Studien entscheiden können», möchte ich einen kleinen Blick in die Weiterbildungszukunft geben.

Wie sieht das Bildungssystem heute aus – wie wird die digitalisierte Zukunft aussehen:

(Quelle: https://www.sbfi.admin.ch/sbfi/de/home/bildung/bildungsraum-schweiz/das-duale-system.html)

Damit wir bei der HWSGR sagen können, wir Bilden unsere Studenten so aus, dass wir das Beste Bildungssystem anbieten können, verschmelzen wir die Digitalisierung mit dem persönlichen. Dies bedeutet;

 

  1. Für die Unterrichtsmodule stellen wir vorbereitete Lernvideos zur Verfügung. Diese Informationen geben einen ersten Überblick über die Themen im Unterricht. Und falls aufgrund einer beruflichen Abwesenheit die oder der Student(in) einmal nicht am Unterricht teilnehmen kann, ist er trotzdem auf dem aktuellen Wissenstand.
  2. Mithilfe des Lehrmittels und den Informationen aus dem Lernvideo wird das Grundlagenwissen des jeweiligen Moduls überprüft: Vor dem Präsenzworkshop werden 6 oder 12 Fragen mit verschiedenen Auswahlantworten gelöst. Der Onlinetest kann zuhause oder auch unterwegs auf dem Smartphone, Tablet oder Notebook gelöst werden.
  3. Die Dozenten, welche die Lernvideos vorbereiten, übernehmen auch den praktischen Teil im Präsenzworkshop. Dort folgt die praxisbezogene Anwendung für deinen Berufsalltag. Dank übersichtlichen Klassengrössen (max. 16 Teilnehmer) profitierst du von einer individuellen und persönlichen Betreuung.Wir sind gespannt wie sich die Weiterbildung- und Studienmöglichkeiten in den nächsten Jahren, Jahrzenten verändern wird. Aufgrund der schnelllebigen Zeit von heute, traue ich mir keine Aussicht zu, wie das Bildungssystem in 150 Jahren aussehen wird. Ich wünsche mir jedoch, dass das persönliche und der Mensch nach wie vor im Vordergrund stehen.

(Bilder: zVg Martin Bundi)

Am 20. Oktober wird in der Schweiz das neue Parlament gewählt. Im Politforum von GRHeute diskutieren bis zu den Wahlen verschiedene Kandidaten über Themen, die ihnen unter den Nägeln brennen. Heute: Martin Bundi, FDP Graubünden